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Stimmungsschwankungen könnten auf bipolare Störung hindeuten

Bei Verdacht auf eine bipolare Störung sollte sofort der Facharzt aufgesucht werden. Diese kann bereits bei extremen Stimmungsschwankungen bestehen. Eine biopolare Störung setzt sich aus manischen und depressiven Phasen zusammen. Die Erkrankung wird meist spät erkannt.

Bern. 

Erst über alle Maße euphorisch, dann zutiefst betrübt: Durchleben Menschen völlig übersteigerte Stimmungsschwankungen, könnte eine bipolare Störung die Ursache sein. Darauf weist die Schweizer Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) in Bern hin. Betroffene sind in den manischen Phasen überaktiv, euphorisch oder gereizt, in den depressiven Phasen lustlos oder pessimistisch. Viele Patienten erlebten die erste Krankheitsperiode ums 18. Lebensjahr herum, erkannt werde die Erkrankung aber häufig erst später.

Ein Problem dabei sei, dass Betroffene die depressive Phase als schlechte Laune oder normales Stimmungstief wahrnehmen und ihnen während der manischen Phase der Leidensdruck fehlt. Außerdem können während der einzelnen Krankheitsintervalle Monate oder Jahre liegen: In der Zwischenzeit seien die Betroffenen teils beschwerdefrei und verfügten über eine stabile Stimmung, so die SGPP.

Oft mit Suizidrisiko verbunden

Dabei ist es wichtig, bei Verdacht auf eine bipolare Störung einen Facharzt aufzusuchen. Die Erkrankung ist mit einem erhöhten Suizidrisiko verbunden. Und auch die Angehörigen belasten besonders die manischen Phasen: In dieser Periode leiden manche Patienten zusätzlich an psychotischen Symptomen, häufig grenzenloser Selbstüberschätzung. Bipolare Störungen werden unter anderem medikamentös und psychotherapeutisch behandelt. (dpa)