Veröffentlicht inGesundheit

Schlittenfahren nur mit Helm

Bildnummer_ 53807558 Datum_ 19_02_2010 Copyright_--543x199.jpg
Foto: imago stock&people

Köln. 

Die Winterzeit ist für die meisten Kinder ein großer Spaß. Ein besonderes Wintervergnügen ist oft das Rodeln. Doch ganz ungefährlich ist das nicht, warnen Kinderärzte.

Der Schnee lockt Kinder derzeit zum Rodeln oder Bobfahren. Auf den Pisten kann es jedoch zu Unfällen kommen, wobei vor allem der Kopf und das Gesicht häufig verletzt werden. Dies geschieht beispielsweise, wenn der Schlitten gegen ein Hindernis fährt oder das Kind von dem winterlichen Gefährt heruntergeschleudert wird. Es kann dann mit dem Kopf hart auf dem Boden aufschlagen.

Da vor allem bei Kindern Kopfverletzungen gefährlich sind, fordert der Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) von den Eltern, Kinder nie ohne Helm mit dem Schlitten fahren zu lassen. Geeignet sind alle Helme, die den ganzen Kopf, vor allem auch die Seiten, schützen. Fahrradhelme oder Inlinerhelme sind laut den Medizinern eher ungeeignet.

Vorsicht vor ungeeigneten Schlitten

„Die Verletzungsgefahr beim Rodeln wird von Erwachsenen oft übersehen“, mahnt BVKJ-Präsident Dr. Wolfram Hartmann. „Während vor dem Skifahren erst einmal der Skikurs steht, geht“s beim Rodeln meist gleich los – oft ohne die Strecke gut genug zu kennen“, warnt der Experte. Viele Eltern lassen ihr Kind auf völlig ungeeigneten Rodelgeräten oder sogar auf Plastiktüten rodeln, die das Kind nicht lenken kann. Wenn Eltern mit rodeln, setzen sie ihr Kind meist vor sich hin. Auch dies ist gefährlich, betont der Arzt. Bei einem Aufprall wird das Kind durch den zusätzlichen Druck von hinten geradezu in das Hindernis geschleudert. Die Kleinen sollten beim gemeinsamen Rodeln deshalb hinten sitzen.

Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Sicherheitshinweise zu beachten. Niemals sollte man Kinder auf vereisten oder zu steilen Pisten rodeln lassen. Es ist wichtig, dass das Gelände über reichlich Auslauf verfügt, auf dem der Schlitten zum Stehen kommen kann. Spazierwege und Straßen sollten nicht gekreuzt werden. Hilfreich ist robustes Schuhwerk, das eventuelle Bremsmanöver und leichte Stöße aushalten und abfangen kann. (mp)