Rückenschmerzen führen häufig zu längeren Krankschreibungen

Besonders bei Bürojobs kann es schnell zu Rückenschmerzen kommen.
Besonders bei Bürojobs kann es schnell zu Rückenschmerzen kommen.
Foto: Getty
40 Millionen Fehltage bundesweit waren im vergangen Jahr auf Rückenschmerzen zurückzuführen. Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse zeigt auch, dass im Schnitt eine Krankschreibung aufgrund von Rückenleiden länger dauert als eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit.

Berlin. Fast jeder zehnte Fehltag bei Beschäftigten in Deutschland geht auf Rückenleiden zurück. Das zeigt ein am Dienstag in Berlin veröffentlichter Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Im Schnitt waren die bei der Kasse versicherten Arbeitnehmer und Arbeitslosen im vergangenen Jahr 1,4 Tage wegen Rückenbeschwerden arbeitsunfähig - auf die Gesamtbevölkerung hochrechnet seien dies 40 Millionen Fehltage bundesweit. Mit im Schnitt 17,5 Tagen dauere eine Krankschreibung wegen Rückenleiden fünf Tage länger als eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit.

Für einen Betrieb mit 60 Beschäftigten bedeute das, dass jedes Jahr fünf Mitarbeiter zweieinhalb Wochen deshalb ausfallen. Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit etwa im Tiefbau, der Altenpflege oder in der Ver- und Entsorgung sind dem Report zufolge besonders betroffen. Mit dem Alter nehmen die Rückenbeschwerden stark zu.

Die Kasse rät zu gesünderer Gestaltung des Arbeitsplatzes und einem gesunden Lebensstil nach Feierabend. Denn meist kämen verschiedene Ursachen zusammen, etwa Bewegungsmangel, einseitige Belastung und Stress. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der TK haben drei von vier Beschäftigten mit viel Stress auch Rückenbeschwerden. (dpa)

 
 

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