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Psychisch kranke Menschen haben geringere Lebenserwartung

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Foto: ddp WP
Britische Forscher fanden heraus, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen eine deutlich geringere Lebenserwartung haben, als gesunde Menschen. Sie sterben jedoch nicht durch Suizid früher, sondern meist durch Herzinfarkt oder Krebs.

London. 

Eine zwischen acht und fast 18 Jahren verkürzte Lebenserwartung haben Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Das fanden britische Forscher bei der Datenanalyse von 31.719 Patienten mit Schizophrenie, schizoaffektiver Störung oder bipolarer Störung im Vergleich zur durchschnittlichen Sterberate in Großbritannien heraus. Im Vereinigten Königreich haben Männer eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp 80 Jahren und Frauen eine von fast 83 Jahren.

Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs

Laut des Forscherberichtes im Fachmagazin „PLoS One“ haben aber Männer mit einer der genannten psychischen Erkrankungen eine um acht bis fast 15 Jahre verringerte Lebenserwartung, bei den Frauen liegt diese sogar zwischen fast zehn und knapp 18 Jahren.

Am höchsten fällt die Verkürzung bei Männern mit Schizophrenie (14,6 Jahre) und bei Frauen mit schizoaffektiver Störung (17,5 Jahre) aus. Allerdings sterben psychisch Kranke nicht durch Suizid oder Gewalt früher, sondern häufig durch einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder durch Krebs. (mp)