Osteoporose trifft zunehmend auch Männer

Christiane Johag
Osteoporose ist, im Gegensatz zur gängigen Meinung, keineswegs eine typische Frauenkrankheit.
Osteoporose ist, im Gegensatz zur gängigen Meinung, keineswegs eine typische Frauenkrankheit.
Osteoporose wird als "typische" Frauenkrankheit angesehen. Was falsch ist. Denn etwa ein Drittel der gut acht Millionen deutschen Osteoporose-Patienten ist männlich. Tendenz laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie: steigend.

Essen. Wer bei Osteoporose von einer typischen Frauenkrankheit nach der Menopause ausgeht, muss umdenken: Von den mehr als acht Millionen Osteoporose-Patienten in Deutschland sind etwa ein Drittel Männer. Tendenz steigend, so die Deutsche Gesellschaft für Urologie.

Bewusstsein schärfen

Deshalb müsse auch beim starken Geschlecht das Bewusstsein für die als Knochenschwund bezeichnete Krankheit geschärft werden. Denn oft wird die Diagnose zu spät – nämlich erst nach Knochenbrüchen bei geringsten Anlässen – gestellt.

Dem Knochenabbau lässt sich aber vorbeugen – mit viel Bewegung und einer knochengesunden Ernährung. Hier empfehlen die Mediziner neben ausreichend Vitamin D eine tägliche Kalziumdosis von etwa 1300 Milligramm.

Kalziumreiche Lebensmittel

Zu den kalziumreichen Lebensmitteln zählen neben Milch und Milchprodukten unter anderem auch Mineralwässer, Eier, Vollkornbrot, Grünkohl, Brokkoli oder getrocknete Feigen. Dagegen gilt eine ungesunde Lebensführung mit falscher Ernährung, Nikotin, Alkohol und Bewegungsmangel als einer der Risikofaktoren für brüchige Knochen.

Außerdem, so der Rat der Urologen: Männer jenseits der 50 sollten ihr Osteoporoserisiko abklären lassen – besonders wenn sich Symptome wie akute Schmerzen des Skeletts, ungewollter Gewichtsverlust um mehr als zehn Prozent sowie das Schrumpfen um mehr als vier Zentimeter im Jahr zeigen. Eine Messung der Knochendichte gibt dann Aufschluss.