Neuer Urintest warnt vor Blasenkrebs

Hamburger Mediziner haben ein Gen entdeckt, das helfen könnte, Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen. Foto: imago
Hamburger Mediziner haben ein Gen entdeckt, das helfen könnte, Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen. Foto: imago
Ein bestimmtes Gen, von Medizinern der Hamburger Asklepios Klinik St. Georg entdeckt, könnte dabei helfen, Blasenkrebs frühzeitig zu entdecken. Die Folge: Ein neuer Urintest könnte vor der Erkrankung warnen.

Hamburg. Ein neuer Urintest könnte vor Blasenkrebs warnen. Bei der Suche nach einem einfachen Test, um den Tumor frühzeitig zu entdecken, stießen Mediziner der Hamburger Asklepios Klinik St. Georg auf ein bestimmtes Gen, das dabei helfen könnte.

"Beim Blasenkrebs kommt es darauf an, die Diagnose möglichst rechtzeitig zu stellen, da davon die Überlebenschance des Patienten maßgeblich abhängt", erklärte der an der Arbeit beteiligte Urologe Stephan Tauber. Die Ergebnisse der Studie wurden in der September-Ausgabe der Fachzeitschrift "Der Urologe" veröffentlicht.

Tumorunterdrücker-Gen

Es handelt sich dabei um das Tumorsuppressor-Gen "p16INK4a", das die Zellteilung reguliert. Eine übermäßige Aktivität dieses Gens lässt sich durch spezielle Färbungen in Körperflüssigkeiten, einen sogenannten immunzytochemischen Test, nachweisen.

Tauber und Kollegen untersuchten bei 82 Patienten die Spülflüssigkeit nach Blasenspülungen und fanden heraus, dass sich mit diesem Test vor allem sehr aggressive Formen des Blasenkrebses besser finden lassen als mit den bisherigen Verfahren. In Deutschland erkranken jährlich rund 25.000 Menschen an Blasenkrebs.

Männer sind drei Mal so häufig betroffen wie Frauen. (dapd)

 
 

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