Nahrung nach dem Abstillen beeinflusst späteres Übergewicht

Stillende Mütter müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Kinder an "normale" Nahrung gewöhnen
Stillende Mütter müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Kinder an "normale" Nahrung gewöhnen
Foto: gettythinkstock
Was wir bereits wissen
Soll man Kindern frühzeitig feste Nahrung geben oder sie längere Zeit mit Brei füttern? Einer britischen Studie zufolge werden Kinder später weniger selten übergewichtig wenn sie früh "normal" gegessen haben.

Essen.. Es ist unter Müttern oft eine Glaubensfrage: Wann und wie soll ich mein Kind abstillen und feste Nahrung dazugeben? Viele glauben, dass das Baby möglichst früh „normal“ essen sollte, statt dauerhaft mit Brei großgezogen zu werden. Jetzt gibt ihnen eine britische Studie der University of Nottingham recht. Demnach kann diese Vorgehensweise wirklich dabei helfen, dass Kinder später nicht übergewichtig werden.

Feste Nahrung schon während der Stillzeit

Die Wissenschaftler untersuchten 155 Kinder im Alter von 20 Monaten bis sechseinhalb Jahren und befragten deren Mütter nach der Ernährung des Kindes beim Abstillen. 92 Eltern wendeten die durch das Kind geführte Entwöhnungsmethode an, bei der sich das Baby ab dem Alter von sechs Monaten aus einer Vielzahl von Fingerfood auswählen darf. Hierbei bekommen die Kinder immer wieder auch feste Nahrung wie weiche Brotstückchen und dürfen darauf herumkauen. Dieses babygeführte Abstillen wird zudem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. 63 Eltern verwendeten dagegen die konventionelle Löffel-Fütterung, bei der dem Baby vorwiegend Brei gegeben wird.

Die Studie zeigte, dass es sich offenbar eher negativ auswirkt, wenn ein Baby nach dem Abstillen zunächst nur mit Brei und Püree gefüttert wird. Besser für die spätere Gesundheit der Kinder sei es nach Meinung der Wissenschaftler, wenn ein Baby neben der Muttermilch schon früh auch feste Nahrung probieren dürfe.