Müdigkeit und Depression können auf Parkinson hinweisen

Häufige Müdigkeit kann auf eine Parkinson-Erkrankung hinweisen.
Häufige Müdigkeit kann auf eine Parkinson-Erkrankung hinweisen.
Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder auch schmerzhafte Muskelverspannungen können erste Anzeichen für Morbus Parkinson sein. Wenn sich solche unspezifischen Symptome häufen, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden. Denn je früher mit der Behandlung von Parkinson begonnen wird, desto besser.

Berlin. Morbus Parkinson beginnt mit unspezifischen Symptomen: Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Leistungsabfall, Verstopfung, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen oder schmerzhafte Muskelverspannungen, die meist einseitig an den oberen Extremitäten auftreten. Auch Schmerzen im Nacken-Schultergürtelbereich vor allem nach dem Aufwachen gehören dazu sowie ein eingeschränkter Geruchssinn.

Häufen sich solche Anzeichen, sollte der Ursache nachgegangen werden. Denn je früher mit der Behandlung von Parkinson begonnen werde, desto besser, betont der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) - vor allem, was Bewegungsstörungen betreffe.

Häufigste neurologische Krankheit

"Ein gezieltes Training trägt zur Steigerung der Beweglichkeit bei, wirkt der Muskelsteife entgegen und verbessert auch den Blutfluss im Gehirn", erklärt Curt Beil vom BDN. "Durch das Üben von komplexeren Bewegungsabläufen lassen sich Nervenzellen großflächig aktivieren und deaktivieren, und die Neubildung von Nervenzellen wird angeregt. Dadurch wird die Ausschüttung der Botenstoffe Dopamin und Serotonin, deren Stoffwechsel im Gehirn beim Parkinson-Syndrom gestört ist, gesteigert."

Morbus Parkinson gehört zu den häufigsten neurologischen Krankheiten. Das durchschnittliche Alter bei der Diagnose liegt bei 55 Jahren. In Deutschland leiden etwa 150.000 bis 200.000 Menschen an der umgangssprachlich "Schüttellähmung" genannten Erkrankung. (www.neurologen-im-netz.de) (dapd)

 
 

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