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Mücke überträgt es: In Europa breitet sich ein tödliches Virus aus

Mo, 10.07.2017, 14.19 Uhr

Im Sommer werden Mücken oft zur Plage. Die Folge sind lästig juckende Stiche. Mit diesen Tipps wird man sie schnell wieder los.

  • In den Urlaubsregionen stecken sich Menschen mit dem West-Nil-Fieber an
  • Mücken übertragen das Virus
  • Es kann tödlich sein
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Berlin.  21 Fälle in Griechenland, fünf Fälle in Ungarn, 27 Fälle in Italien mit sogar zwei Toten seit Ende Juli – die Zahlen des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erschrecken, denn sie zeigen: Das West-Nil-Virus breitet sich in Europa aus.

Bereits im Juni war das gefährliche Virus in Tschechien nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt in Brünn (Brno) vermutete damals, dass Wandervögel den Krankheitserreger aus Afrika eingeschleppt hatten. Bei einer Blutmahlzeit hatten dann Mücken das Virus aufgenommen.

2017 gab es laut Apotheken Umschau 204 bestätigte Fälle innerhalb Europas.

Virus wird durch Mücken übertragen

Das Virus wird durch Mücken übertragen und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

In etwa 80 Prozent der Fälle bleibt die Infektion laut der Fach-Zeitschrift unbemerkt und es gibt keine Symptome. In etwa 20 Prozent der Fälle leiden Patienten unter grippeähnlichen Beschwerden mit Fieber, Gliederschmerzen und Durchfall. Insgesamt dauert die Erkrankung etwa eine Woche.

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Bei wenigen Erkrankten (etwa einer von 150 Patienten) führt das Virus zu Entzündungen des Gehirns und der Gehirnhäute. Das kann letztendlich tödlich enden.

Das Problem: Es gibt keinen Impfstoff sowie keine besondere Therapie zur Behandlung des West-Nil-Fiebers. Verläuft die Krankheit schwer, müssen die Betroffenen in ein Krankenhaus und dort überwacht werden.

Asiatische Tigermücke bereits in Deutschland

Experten raten dazu, sich in den betroffenen Regionen besonders vor den Mücken zu schützen – am besten mit Mückenschutzmitteln und entsprechend langer Kleidung.

In Deutschland gibt es bisher keine Fälle von West-Nil-Fieber, das hierzulande durch Mücken übertragen wurde. Dennoch warnte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) Ende Juni, dass immer mehr exotische Stechmücken eingeschleppt würden, die sich dank des Klimawandels auch heimisch fühlten.

Etwa die Asiatische Tigermücke, die Denguefieber, Gelbfieber und das Zika-Virus überträgt. Bisher wurde sie in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen gesichtet. (jha)

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Fr, 10.08.2018, 10.49 Uhr