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Kinder sollten nicht auf eine radikale Diät gesetzt werden

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Übergewichtige Kinder sollten langsam auf eine Diät gesetzt werden. Wer radikal handelt, setzt den Körper der heranwachsenden unter Stress. Außerdem sind laut Ernährungswissenschaftlern Verbote kontraproduktiv. Eltern sollten bei Diäten auf regelmäßige Mahlzeiten für ihre Kinder achten.

Hamburg. 

Eltern moppeliger Kinder sollten ihrem Nachwuchs nicht gleich eine Radikalkur verordnen. Eine Diät richte in der Regel mehr Schaden an als Übergewicht. Denn beim Abspecken gerate der Körper unter Stress, wenn er zu wenig Energie bekomme, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Kathrin Burger.

Verbote sind kontraproduktiv

Am besten sorgten Mutter und Vater dafür, dass ihr Kind regelmäßig isst und satt ist. Auf Lightprodukte verzichten sie beim Kochen aber besser, da sonst der Hunger schnell wiederkommt. Auch Verbote seien kontraproduktiv, warnt Burger in der Zeitschrift „Nido“ (Ausgabe 09/13).

Sind Eltern unsicher, ob ihr Kind zu dick ist, gehen sie am besten zu einem Arzt, dem sie vertrauen. Mit ihm sollten sie abwägen, was zu tun ist: Vielleicht sind ein paar Kilos zu viel nur eine Phase, und Sohn oder Tochter wachsen in den nächsten Monaten fünf Zentimeter. Oft sei es daher besser abzuwarten.(dpa)