Im Sommer die Haut vor Sonnenschäden schützen

Sonnenbaden macht Spaß - aber die Haut sollte immer mit Sonnenschutzcreme geschützt werden.
Sonnenbaden macht Spaß - aber die Haut sollte immer mit Sonnenschutzcreme geschützt werden.
Foto: dapd
An heißen Sommertagen sollte man immer daran denken, seine Haut vor der Sonne zu schützen - mit ausreichend viel Sonnencreme oder UV-Schutzkleidung. Nicht vergessen sollte man die Augen: Das UV-Licht kann auch sie schädigen.

Köln. Shorts, kurze Röcke, Spaghettiträger: An heißen Sommertagen kann es gar nicht luftig genug sein. Bei so viel nackter Haut sollte man allerdings auch immer daran denken, dass Sonne und Wasser unser größtes Organ ordentlich unter Stress setzen, betont der Kölner Hautarzt Hans-Georg Dauer: "Schutz und Pflege sind im Sommer besonders wichtig, denn die Haut trocknet durch Sonne, Wind und Wasser schnell aus. Das fördert vorzeitige Faltenbildung und schlimmstenfalls Hautkrebs."

Wangenknochen, Nasenspitze, Stirn und ein wenig behaarter Kopf oder eine Glatze sind besonders gefährdet, weil sie den Strahlen am häufigsten ausgesetzt sind. "Nicht umsonst kriegen ältere Menschen gerade an diesen Stellen am schnellsten Lichtwarzen und helle Altersflecken", erklärt Dauer.

Junge Haut vor Sonnenschäden schützen

Besonders wichtig sei ein guter Sonnenschutz bis zum 18. Lebensjahr, "denn junge Haut ist gegenüber Sonnenschäden - die sich erst in späteren Jahren bemerkbar machen - wesentlich empfindlicher als ältere. Das gilt auch für das Hautkrebsrisiko."

Für Risikogruppen wie Menschen mit heller, empfindlicher Haut, Outdoor-Arbeiter, Sportler oder Urlauber in besonders sonnenintensiven Gebieten gibt es nicht nur Hautcremes mit einem hohen Schutzfaktor (zwischen 30 und 50) sondern auch spezielle UV-Schutzkleidung.

Nicht an der Sonnencreme sparen

Wichtig ist für alle gleichermaßen, dass man sich mit einer ausreichenden Menge und regelmäßig eincremt, betont Dauer: "Manche Leute geben Hunderte von Euro für Kosmetik aus, aber eine kleine Tube Sonnencreme soll dann für einen ganzen Urlaub reichen. Das ist Unfug."

Als Faustregel gelte: Für eine Anwendung am ganzen Körper braucht man 25 Milliliter Sonnenschutzmittel. Das entspricht ungefähr einem Schnapsglas. Wenn man gebadet oder stark geschwitzt hat, muss der Sonnenschutz neu aufgetragen werden. Das verlängert die Schutzzeit zwar nicht, erhält sie aber. "Tragen Sie außerdem eine Sonnenbrille mit UV-Schutz", rät Dauer, "denn UV-Licht schädigt auch die Augen."

Bräunen im Schatten ist gesünder

Bräunen an sich sei nie gesund, betont der Hautarzt. Aber eine vergleichsweise schonende Methode, die Haut auf den Sommer einzustellen, sei das Schattenbräunen. "Dabei dauert es zwar länger, bis sich die erwünschte Färbung einstellt, aber dafür hat sie dann auch länger Bestand."

Denn Wolken oder andere Schattengeber filtern aus dem Sonnenlicht die kurzwelligen, schnell bräunenden UV-B-Strahlen heraus. Stattdessen dringen vor allem langwellige UV-A-Strahlen durch, die tiefer in die Haut reichen und dennoch zur Bräunung führen können.

Den eigenen Hauttyp kennen

Wer seine Haut auch im Sommer geschmeidig halten möchte, der sollte sie pflegen, am besten mit einer Creme oder Milch, die wasserbindende oder harnstoffhaltige Substanzen enthält, ergänzt der Dermatologe.

Um herauszufinden, wie lange man ungeschützt in der Sonne bleiben kann, sollte den eigenen Hauttyp kennen. Beratung und Informationen dazu bieten das Bundesamt für Strahlenschutz, bfs.de und die Arbeitsgemeinschaft dermatologische Prävention, unserehaut.de, "Sonne" anklicken. (dapd)

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