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Hunger greift Gehirn an

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Foto: imago stock&people
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hunger einen komplizierten Prozess auslöst, in dessen Folge Energie durch den Abbau von Organzellen gewonnen wird. Interner Kannibalismus, sozusagen – und das Gehirn ist auch betroffen.

Düsseldorf. 

Hungert der Mensch, greift der Organismus zum martialisch anmutenden Mechanismus der sogenannten Autophagie. Dabei werden Zellen von Organen abgebaut, um Energie zu gewinnen. Ergo: Der Körper verdaut sich ein Stückweit selbst.

Bislang wurde davon ausgegangen, dass dieser Prozess im Gehirn nicht stattfindet. Das konnten Forscher des New Yorker Albert Einstein College für Medizin widerlegen.

Hungernde Mäuse als Forschungsobjekte

An hungernden Mäusen zeigten die Wissenschaftler laut ihres Berichts im Fachmagazin ‚Cell Metabolism‘, dass bei einer neuronalen Autophagie erst einige Zellkulturen und dann Zellen des Hippocampus abgebaut werden, also dem Teil, der für Erinnerungen zuständig ist.

Durch den Abbau der eigenen Organellen und Proteine wurde Energie gewonnen, die ein längeres Überleben erlaubt. (mp)