Gesundheitsbehörde findet Schimmelpilzgift im Müsli

Die UN-Gesundheitsbehörde FAO hat in 25 Prozent der Lebensmittel Spuren von Schimmelpilzen gefunden.
Die UN-Gesundheitsbehörde FAO hat in 25 Prozent der Lebensmittel Spuren von Schimmelpilzen gefunden.
In fast 25 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel finden sich Spuren von Schimmelpilzen. Dies ergab eine Untersuchung der UN-Gesundheitsbehörde FAO. Zwar ist nur ein Teil davon für den Menschen giftig, dennoch kann der regelmäßige Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen.

Berlin. Nach Angaben der UN-Weltgesundheitsorganisation FAO sind bis zu 25 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel mit Schimmelpilzen belastet. Nicht alle Schimmelpilzarten sind gesundheitsgefährlich. Manche bergen allerdings gesundheitliche Risiken. Sie bilden giftige Substanzen, die sogenannten Schimmelpilzgifte.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin hat jetzt Haferprodukte wie Müslis bewertet, in denen das Schimmelpilzgift Deoxynivalenol (DON) in hohen Mengen gefunden wurde. Der seltene Verzehr von belasteteten Lebensmitteln ist in der Regel unproblematisch. Es müssten erhebliche Mengen davon gegessen werden, damit Symptome wie Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Die regelmäßige Aufnahme von Schimmelpilzgiften wird allerdings als problematisch angesehen. Das BfR kommt bei seiner Risikobewertung der Haferprodukte mit hohen DON-Gehalten zu dem Ergebnis, dass alle 14 untersuchten Haferprodukte zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie der Schwächung des Immunsystems führen könnten.

Vor allem Kleinkinder sind betroffen

Betroffen sind hiervon vor allem Kleinkinder zwischen einem halben und zwei Jahren, die täglich mehr als 20 Gramm davon verzehren. Aufgrund der vorliegenden Berechnungen, so das BfR, sei eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch chronische Effekte bei allen Proben möglich. Dies gelte insbesondere für die Vielverzehrer unter den Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren. (mp)

 
 

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