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Fit am Morgen – Tipps für einen dynamischen Start in den Tag

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Morgens zu müde, mittags zu wenig Zeit und abends zu geschafft von einem langen Arbeitstag. So geht es vielen Berufstätigen, die neben ihrem Job noch regelmäßig Sport treiben wollen. Hier ein paar Tipps, wie es sich besser in den Tag starten lässt.

Hamburg. 

Dynamisch und ausgeruht in den Tag starten. Diesen Wunsch haben die meisten. Für viele stellt sich jedoch die Frage, wann und wie sie die regelmäßige Bewegung dauerhaft in ihren Alltag integrieren können.

„Jeder muss für sich herausfinden, wann der Sport am besten in den Tag passt“, sagt Prof. Rüdiger Reer, stellvertretender Leiter der Abteilung Sport- und Bewegungsmedizin der Uni Hamburg. Es sei wichtig, dass man sich nicht quäle und die innere Uhr ignoriere, betont Reer: „Denn nur wer Spaß an der Bewegung hat, wird auch regelmäßig Sport treiben.“

Bewegung gegen schlechte Laune

Psychologisch gesehen sei es sinnvoll, morgens Sport zu treiben, sagt Reer. Denn Bewegung am Morgen vertreibe die schlechte Laune für den Tag, mache den Kopf frei für anstehende Aufgaben und verbessere die Konzentrationsfähigkeit. Solange man sich nicht übernehme, sei Frühsport gerade für Menschen, die den ganzen Tag im Büro sitzen, ein wichtiger Ausgleich, der die Leistungsfähigkeit erhalte und das Wohlbefinden steigere.

„Viele Vereine, Schwimmbäder oder auch Laufgruppen bieten mittlerweile Frühsport an“, sagt Reer. Sich einer Gruppe oder einem Kurs anzuschließen, könne gerade morgens eine gute Motivationshilfe sein. Allerdings sollte man sich genug Zeit nehmen, also nicht aus dem Bett steigen und sofort in die Sportschuhe schlüpfen, rät der Sportmediziner. Denn die Muskulatur brauche morgens ein wenig Zeit, um voll leistungsfähig zu sein. Außerdem sollte man nicht mit leerem Magen zum Sport gehen. „Ein Glas Wasser und eine Banane sind vor dem Sport sinnvoll. Anschließend kann man dann noch richtig frühstücken“, sagt Reer.

Den morgendlichen Schweinehund überwinden

Der morgendliche Sport ist aber nicht für jeden das Richtige. „Ausgewiesene Morgenmuffel brauchen ohnehin schon eine gewisse Anlaufzeit, um in den Tag zu finden“, sagt Reer. „Und wer sich allmorgendlich aus dem Bett quälen muss, der sollte sich nicht auch noch Frühsport aufbürden. Nachtmenschen sollten deswegen besser abends Sport treiben und nicht mit aller Macht versuchen, ihren morgendlichen Schweinehund zu überwinden„, sagt Reer.

Wer gerade erst damit beginne, die Bewegung in den Alltag zu integrieren, sollte am besten verschiedene Sportarten zu unterschiedlichen Tageszeiten ausprobieren. „Dem einen fällt Radfahren morgens leicht, aber an Laufen ist gar nicht zu denken – oder andersherum“, sagt Reer. „Nur über das Ausprobieren kann man herausfinden, wie die innere Uhr tickt und wann einem was am meisten Freude macht.“

Im Sommer lieber Morgensport

Auch die Jahreszeiten spielen beim morgendlichen oder abendlichen Sporttreiben eine Rolle. „In den Sommermonaten ist die Ozonbelastung am Tag sehr hoch“, sagt Reer. „Deswegen ist es sinnvoll, morgens zum Sport zu gehen und beispielsweise seine Runde um den Block zu laufen.“ Außerdem falle es vielen in der warmen Jahreszeit leichter, morgens Sport zu treiben. „Die Wärme und die Helligkeit sollte man dann nutzen“, empfiehlt der Mediziner. Wenn umgekehrt der Sport in den kalten und dunklen Monaten am Morgen schwer falle, dann sollte man sich nicht in aller Frühe raus in die Kälte und die Dunkelheit zwingen, sondern nachmittags oder abends Sport machen. (dapd)