Chronischer Stress lässt schneller altern

Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung sind Techniken, die helfen, dem Stress vorzubeugen.
Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung sind Techniken, die helfen, dem Stress vorzubeugen.
Foto: getty

Berlin/Hamburg. Für das Jahr 2012 steht bei vielen Menschen weniger Stress auf dem Wunschzettel. Ein gutes Ziel, denn der Körper braucht Entspannung und Erholung, um sich zu regenerieren. "Chronischer Stress beschleunigt die Alterung und macht krank", erklärt Christoph M. Bamberger, Direktor des Medizinischen Präventionscentrums Hamburg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Ob Firmenchefs, Angestellte, Mütter oder Rentner: Viele Menschen klagen über Stress. "Wird diese Anspannung zum Dauerzustand, ist das für den Körper eine hohe Belastung", sagt Bamberger. "Studien belegen, dass Stress den Alterungsprozess beschleunigt."

Stress erhöht Risiko eines Herzinfarktes und Schlaganfalls

Stehen wir unter Strom, produzieren die Nebennierenrinden das Stresshormon Kortisol. Dieses Hormon macht den Menschen seit der Steinzeit fit für den Angriff. "Der Blutdruck und der Blutzucker steigen", erklärt der Anti-Aging-Experte. "Dauerhaft ist der erhöhte Blutzuckerspiegel gleichbedeutend mit einer Zuckerkrankheit."

Die Folgen für den Körper sind fatal: Stresspersönlichkeiten bekämen häufiger Arterienverkalkungen und damit auch Schlaganfälle und Herzinfarkte, sagt Bamberger und empfiehlt gezielte Anti-Stress-Strategien für den Alltag, zum Beispiel kleine Pausen zwischendurch, Atemübungen oder auch ein "Power Nap", also ein Mittagsschlaf zum Krafttanken. "Auch Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung sind Techniken, die jeder leicht erlernen und umsetzen kann." (dapd)

 
 

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