Bundeskabinett billigt Entwurf für bezahlte Pflegezeit

Pflegende Angehörige sollen in Zukunft auch bis zu 24 Monate lang im Job fehlen dürfen.
Pflegende Angehörige sollen in Zukunft auch bis zu 24 Monate lang im Job fehlen dürfen.
Foto: Getty
Für pflegende Angehörige ist es eine freudige Nachricht: Das Bundeskabinett beschließt Neuregelungen zur Pflegezeit. Arbeitnehmer dürfen ihren Job zehn Tage lang pausieren, wenn plötzlich ein Pflegefall in einer Familie auftritt. Geplant ist ein Lohnersatz von bis zu 90 Prozent des Nettoeinkommens.

Berlin. Das Bundeskabinett hat Neuregelungen zur Pflegezeit beschlossen. Arbeitnehmer sollen demnach bei einem plötzlichen Pflegefall in der Familie zehn Tage lang bezahlt im Job pausieren können. Die Auszeit ist zur Organisation der Pflege vorgesehen. Geplant ist ein Lohnersatz von bis zu 90 Prozent vom Nettoeinkommen.

Die Auszeit gab es bislang zwar schon - aber unbezahlt. Nach dem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch durchläuft der Gesetzentwurf noch das parlamentarische Verfahren. Vorgesehen ist auch ein Rechtsanspruch für mehr Zeit zur Pflege. Bis zu 24 Monate lang können pflegende Angehörige so im Beruf teilweise oder ganz aussetzen und dürfen nicht gekündigt werden. (dpa)

 
 

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