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Besuch beim Gynäkologen: Mütter dürfen Kinder mitbringen

Sechs Wochen nach einer Geburt steht der Kontrollbesuch beim Gynäkologen an. Doch wohin mit dem Kind? Stört es in der Praxis, wenn es schreit? Und wer kümmert sich, wenn die Mama auf dem Untersuchungsstuhl sitzt? „Frauen müssen sich keine Sorgen machen“, sagt Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte.

Hannover (dapd). Sechs Wochen nach einer Geburt steht der Kontrollbesuch beim Gynäkologen an. Doch wohin mit dem Kind? Stört es in der Praxis, wenn es schreit? Und wer kümmert sich, wenn die Mama auf dem Untersuchungsstuhl sitzt? „Frauen müssen sich keine Sorgen machen“, sagt Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte. „Kinder sind in den Praxen der Gynäkologen immer willkommen.“ Es finde sich immer eine passende Lösung.

„Frauen können hier ihr Kind stillen oder es hin und her tragen. Wir können auch das schlafende Kind samt Kinderwagen ins Behandlungszimmer schieben“, nennt der Gynäkologe aus Hannover Beispiele. Und wenn das Baby schreit, während die Mutter untersucht wird? „Dann wird die Behandlung unterbrochen oder es kümmert sich eine Arzthelferin um das Kind, vorausgesetzt die Mutter ist damit einverstanden.“

Auch ältere Kinder dürfen mitgebracht werden. Wer schon im Wartezimmer bleiben darf, kann sich dort die Zeit mit Kinderbüchern oder Spielzeug vertreiben. „Wenn es für die Mutter in Ordnung ist, darf das Kind aber auch gerne mit in den Behandlungsraum“, sagt Albring. Wichtig hierbei sei ein ungezwungener, natürlicher Umgang mit der Untersuchungssituation. „Wenn es der Mutter unangenehm ist, sich nackt zu zeigen, fühlt sich auch das Kind nicht wohl.“

Besonders gut findet der Gynäkologe es, wenn Frauen ihre größeren Töchter mit zur Untersuchung bringen und damit Ängste mindern. „Für Mädchen kann es eine sehr wertvolle Erfahrung sein zu sehen, dass beim Gynäkologen überhaupt nichts Schlimmes passiert.“

dapd

2013-02-28 10:14:54.0