Aids-Übertragung am häufigsten durch ungeschützten homosexuellen Kontakt

Die HIV-Infektion, die zum Ausbruch der Aids-Krankheit führen kann, ist seit den 80er Jahren bekannt.
Die HIV-Infektion, die zum Ausbruch der Aids-Krankheit führen kann, ist seit den 80er Jahren bekannt.
Foto: Matthias Graben
1981 wurden die ersten Fälle der Immunschwächekrankheit Aids bekannt. Wahrscheinlich trat die Aids-Epedemie aber schon Ende der 1950er Jahre auf. Die Mehrheit der Infektionen erfolgt nach wie vor über ungeschützten homosexuellen Kontakt.

Berlin.. Eine HIV-Infektion kann zum Ausbruch des "Acquired Immune Deficiency Syndrome" (Aids) führen, einer bis heute unheilbaren schweren Störung des menschlichen Immunsystems. Die HI-Viren lösen eine massive Verminderung der sogenannten T-Helferzellen im Blut aus. Selbst an sich harmlose Infektionen können dann tödlich enden. Nach einer beschwerdearmen Latenzzeit, die bei Unbehandelten im Durchschnitt zehn bis zwölf Jahre dauert, treten gehäuft Infektionen und verschiedene Krebsarten auf.

Die ersten Fälle der Immunschwäche wurden 1981 in den USA bekannt. Vermutlich nahm die Aids-Epidemie aber schon Ende der 1950er Jahre ihren Anfang. Experten zufolge werden rund 90 Prozent der HIV-Infektionen sexuell übertragen. Beim Geschlechtsverkehr kann HIV über das Sperma in die Blutbahn der Partnerin gelangen.

Keine Übertragung durch normalen Körperkontakt

Ebenfalls möglich, wenn auch seltener, ist eine Übertragung von der Frau auf den Mann. Infektiöse Scheidenflüssigkeit und Menstruationsblut können durch winzige Hautrisse am Penis zur Ansteckung des Partners führen. Die Mehrheit der Infektionen erfolgt allerdings nach wie vor über homosexuelle Kontakte zwischen Männern, die sich nicht mit Kondomen schützen. Bei normalem Körperkontakt gibt es dagegen kein Infektionsrisiko, da die Körperhaut im Gegensatz zur Schleimhaut über eine schützende Hornschicht verfügt. (dapd)

 
 

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