Ärzte raten Hobbysportlern zu regelmäßigen Herz-Kontrollen

Auch Hobbysportler sollten ihr Herz regelmäßig von einem Fachmann untersuchen lassen. Eine unerkannte Herzerkrankung kann sonst zum Tod führen.
Auch Hobbysportler sollten ihr Herz regelmäßig von einem Fachmann untersuchen lassen. Eine unerkannte Herzerkrankung kann sonst zum Tod führen.
Foto: Getty
In Deutschland sterben jährlich etwa 900 Menschen an einem plötzlichen Herztod, der durch Sport verursacht wurde. Ärzte raten Hobbysportlern daher dazu, ihr Herz regelmäßig untersuchen zu lassen. Außerdem sollte bei fieberhaften Infekten kein Sport getrieben werden.

München. Mit regelmäßigen Herz-Vorsorgeuntersuchungen können Freizeitsportler einem plötzlichen Herztod vorbeugen. Denn manch einer leidet womöglich an einer bislang nicht erkannten Herzkrankheit, die durch die körperliche Aktivität zum Tod führen kann. Darauf weist Norbert Smetak vom Bundesverband der niedergelassenen Kardiologen (BNK) in München hin.

Junge Menschen etwa haben oft eine krankhaft vergrößerte Herzmuskelmasse, die keinerlei Beschwerden macht, solange sich die Betroffenen nicht übermäßig körperlich belasten. Ab einem Alter von 35 Jahren sind vor allem verkalkte Herzkranzgefäße Ursache für den plötzlichen Herztod (PHT).

Kein Sport bei fieberhaften Infekten

Um das Herz zu schonen, empfiehlt Smetak bei fieberhaften Infekten grundsätzlich, keinen Sport zu machen. Auch plötzlich ansteigende Belastungen beim Sport oder die Einnahme von Anabolika und Wachstumshormonen begünstigten einen PHT.

Bei Warnzeichen wie Brustschmerzen oder Bewusstseinsstörungen sollte der Sportler einen Arzt aufsuchen. Pro Jahr sterben in Deutschland etwa 900 Menschen an einem plötzlichen Herztod, der durch Sport verursacht wurde. (dpa/tmn)