Bochum

Ennali kann sich bei VfL-Niederlage nicht groß empfehlen

Foto: FunkeSport

Bochum. Der VfL Bochum hat sein Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten ADO Den Haag mit 1:2 (1:2) verloren. Trainer Gertjan Verbeek, der auf acht seiner Stammspieler aus dem Aue-Spiel verzichtete und insgesamt sieben Youngster zu diversen Auswahlmannschaften abstellen musste, ging dennoch mit einem Lächeln vom LA-Platz in Richtung Kabine.

Der Grund dafür: Yannick Bandowski, der bis dato noch kein einziges Testspiel für den VfL absolvieren konnte und der zuletzt am 15. April 2016 im Trikot des TSV 1860 München auf dem Platz stand, spielte mit der Rückennummer 25 seine 34 Minuten im Dress des VfL. Damit nicht genug. Thomas Eisfeld, der sich im Oktober letzten Jahres eine Knieverletzung zugezogen hatte, stand ebenfalls eine gute halbe Stunde auf dem Rasen. Beiden Spielern sah man nach dem Abpfiff ihre Zufriedenheit an. Bandowski: „Es war schon etwas komisch, plötzlich nicht mehr draußen zu stehen, sondern wieder mitmachen zu können. Seit Februar bereitet mir mein Fuß keine Probleme mehr. Jetzt muss nur noch die Luft dazukommen. Aber so ein erstes Spiel nach so langer Verletzungspause ist schon etwas Besonderes.“

Ähnlich erging es Eisfeld, der in der letzten Woche noch einen kleinen Rückschlag erlitten hatte, aber sich schon da gegenüber RS optimistisch äußerte: „Ich werde in dieser Saison noch Pflichtspiele bestreiten.“ Und in einigen Szenen gegen die Niederländer konnte Bochums Nummer zehn bereits andeuten, wie wertvoll er für den VfL wieder sein kann.

Torschütze Mlapa muss verletzt vom Platz

Doch bei so vielen überraschend positiven Nachrichten, darf auch eine unerfreuliche Meldung nicht fehlen: Peniel Mlapa, dem bereits nach 119 Sekunden der Führungstreffer gelang, musste nach einer knappen Stunde aus dem Spiel. Erneut – wie schon in Stuttgart – verletzte er sich am rechten Sprunggelenk und musste mit einem Eisverband in die Kabine gebracht werden. Noch sind es anderthalb Wochen bis zum Auswärtsspiel beim SV Sandhausen. Interessant, dass Verbeek, der gemeinsam mit Sportvorstand Christian Hochstätter das Spiel vom Zuschauerrang verfolgte, in der Abwehr zur völligen Improvisation gezwungen war.

So zahlte Selim Gündüz auf der ungewohnten Position des rechten Außenverteidigers schon nach einer halben Stunde Lehrgeld, als Becker ihm entwischte und den entscheidenden Treffer zum 1:2 erzielte. Mit den U19-Spielern Moise Ngwisani und Vitaly Janelt sowie Jan Gyamerah glich die Viererkette eher einem Nachwuchsteam. Eine knappe Stunde dürfte sich Mohammed Amine Ennali präsentieren. Der 20-jährige Niederländer in Diensten von Lazio Rom konnte sich allerdings nicht groß empfehlen.

 
 

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