Eintracht Braunschweig: Ex-Coach Flüthmann tritt gegen Löwen nach – "Menschlich enttäuscht"

Ex-Coach Christian Flüthmann hat in einem Interview gegen Eintracht Braunschweig nachgetreten.
Ex-Coach Christian Flüthmann hat in einem Interview gegen Eintracht Braunschweig nachgetreten.
Foto: imago images/Jan Huebner

Braunschweig. Jetzt spricht Flüthmann! Der Ex-Trainer von Eintracht Braunschweig hat sich in einem Interview zu seinem überraschenden Rauswurf im November geäußert.

Der 37-Jährige schaut mit gemischten Gefühlen auf seine Zeit bei den Löwen zurück. Als es um seinen Rauswurf geht, findet er harte Worte und tritt gegen den Klub und die sportliche Leitung nach.

Eintracht Braunschweig: Ex-Coach Flüthmann tritt nach

Zunächst legte Flüthmann mit Eintracht Braunschweig einen nahezu perfekten Saisonstart hin: Sechs Siege aus sieben Spielen errang die Mannschaft unter seiner Leitung. Doch urplötzlich wendete sich das Blatt. Acht sieglose Partien (bei nur einem einzigen Löwen-Dreier) später wurde Flüthmann entlassen.

Nach 153 Tagen im Amt war das Kapitel Braunschweig für Flüthmann beendet. Die Trennung kam jedoch durchaus überraschend – nicht nur für die Eintracht-Fans, sondern auch für Flüthmann selbst. Der Zeitpunkt der Trennung habe ihn „überrascht“ und „die Art und Weise auch menschlich enttäuscht“, so der derzeit vereinslose Trainer gegenüber „Transfermarkt“.

Er räumt zwar auch ein, „dass die letzten Ergebnisse bescheiden waren und die Kritik an meiner Person bis zu einem gewissen Grad sicherlich auch gerechtfertigt war“. Dennoch habe es nie ein Krisengespräch mit der sportlichen Leitung gegeben. Im Gegenteil: „Wir haben schon die Planung für die Winterpause in Angriff genommen. Aufgrund dieser Tatsache hat mich die Freistellung aus heiterem Himmel getroffen.“

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Flüthmann offen: „Ich hätte vollkommen verstanden, wenn vorher Klartext gesprochen worden und die Entlassung aufgrund eines Ultimatums entstanden wäre.“ Da dies nicht geschehen sei, zeigt er jetzt angriffslustig und tritt nach: „Waren wir unter meiner Führung so schlecht in Braunschweig? Wir standen auf Platz 5! Was ich mir ankreiden lasse ist, dass ich vielleicht mehr hätte moderieren müssen, als neuen Input in die Mannschaft einzubringen.“

Doch Flüthmann findet auch versöhnliche Worte, zumindest mit dem Braunschweiger Anhang. „Der Support war überragend, dafür möchte mich auch an dieser Stelle noch einmal bedanken! Auch wenn es am Ende auseinander gegangen ist, werde ich Braunschweig und die Eintracht immer in guter Erinnerung behalten.“

 
 

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