Dortmund: Heftige Klatsche für die Neonazi-Szene – DIESE Zahlen machen Hoffnung

Landtag NRW: Hier werden die Entscheidungen getroffen

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In Düsseldorf liegt das politische Machtzentrum von Nordrhein-Westfalen. Doch seit wann ist das so und wie viele Politiker sitzen eigentlich im Landtag.

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Lange galt Dortmund als Hochburg der Neonazi-Szene in NRW – der Stadtteil Dorstfeld ist nicht nur im Ruhrgebiet als „Nazi-Kiez“ bekannt. Doch die braune Fassade scheint zu bröckeln.

Der Neo-Nazismus in Dortmund ist gezeichnet von rechtsextremistischen Gewalttaten, auch Morde sind der Szene zuzuschreiben. Jetzt teilt die Polizei aktuelle Zahlen und macht Hoffnung.

Dortmund: Straftaten halbiert – Neonazi-Szene unter Druck

Die Dortmunder Neonazi-Szene ist geschwächt, laut Polizei mittlerweile weit von ihrer früheren bundesweiten Anziehungskraft entfernt. In den letzten Jahren mussten die Rechtsextremen in Dortmund einiges einstecken: Nicht zuletzt die Wegzüge der einst führenden Köpfe Michael Brück und Marvin E. – beide zogen nach Chemnitz.

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Ein paar Fakten über die Stadt Dortmund:

  • Wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • Hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • Nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • Der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • Weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Westphal (SPD)

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Darüber hinaus setzten auch Prozesse und Haftstrafen der Dortmunder Neonazi-Szene zu. Der Versuch der Rechten, den Anschluss an die Dortmunder Mitte zu finden, scheiterte. Die bröckelnde Struktur spiegelt sich in den aktuellen Zahlen der Polizei wider: Die Gesamtzahl rechtsextremistischer Straftaten in Dortmund befindet sich auf dem tiefsten Stand seit sieben Jahren.

Dortmund: Langsam aber sicher – auch rechtsextremistische Gewalt nimmt ab

Seit 2015 hat sich die Zahl halbiert – verzeichnete die Polizei damals noch 400 Straftaten, so waren es 2021 mit 183 deutlich weniger. Der Rückgang beläuft sich seit dem Höchststand von vor sieben Jahren demnach auf 57 Prozent. Auch die Gewaltbereitschaft der Neonazis scheint zu sinken: Insgesamt sieben Gewaltdelikte waren 2021 auf die rechte Szene zurückzuführen. 2015 waren es 49.

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Mit der „Sonderkommission Rechts“ hat die Polizei der Neonazi-Szene in Dortmund den Kampf angesagt. Wenngleich noch kein klares Ende erkennbar ist, so sind die sinkenden Zahlen doch ein Lichtblick für Dortmund. Die Bekämpfung des Rechtsextremismus bleibe weiter ein strategischer Schwerpunkt, so die Dortmunder Polizei.