Dortmund

Das war's für Black.de - so geht es jetzt mit den Filialen des Discounters weiter

Discounter Black.de ist Geschichte

Das Discounter Projekt Black.de von Tedi wird nach nur einem Jahr wieder eingestampft. Alle Black.de-Märkte werden in absehbarer Zeit zu Tedi-Filialen und erhalten damit einen blauen Anstrich.

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  • Black.de ist Geschichte
  • Tedi stampft das neue Discounter-Projekt nach nur einem Jahr wieder ein
  • Die „legalen Schwarzmärkte“ bekommen einen blauen Anstrich

Dortmund. Es ist wie im Song von Peter Fox: Aus schwarz wird blau. Alle Black.de-Märkte werden in absehbarer Zeit zu Tedi-Filialen und erhalten damit einen blauen Anstrich.

Das war es also mit dem geplanten Großangriff auf den deutschen Discounter-Markt. Über 1.000 Black.de-Filialen wollte das Dortmunder Unternehmen Tedi in Deutschland eröffnen.

Nach und nach sprossen die ersten „legalen Schwarzmärkte“ im Ruhrgebiet wie Pilze aus dem Boden. Doch damit ist jetzt Schluss.

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Tedi zufrieden mit Black.de-Konzept

Nach nur einem Jahr hat Tedi das Vetriebsprojekt wieder eingestampft. „Die Marke Black.de wird sukzessive vom Markt genommen“, sagte eine Tedi-Sprecherin gegenüber den Ruhrnachrichten.

Trotz der Schließung bewertet Tedi das Black.de-Konzept als Erfolg: „Das Black.de-Konzept wurde von den Kunden sehr gut angenommen“, so das Unternehmen. Ziel sei es nun „das Beste aus beiden Konzepten vereinen.“

Was ändert sich für die Kunden?

Was das für die Schnäppchenjäger bedeutet, wird sich nach den Umbauarbeiten zeigen. Die haben in einigen Filialen in Dortmund bereits begonnen.

Sollte sich die Aussage der Sprecherin bewahrheiten, wird Tedi in Zukunft wie beim Black.de-Projekt auf größerer Läden und auf ein erweitertes Angebot zählen. Denn neben Billigartikeln, wie Deko oder Haushaltswaren, bot Black.de in der Vergangenheit auch Elektronikwaren an.

„Offensichtlich nicht gelaufen“

Ganz so positiv wie das Dortmunder Unternehmen beurteilen Handelsexperten das Ende von Black.de nicht. „Ohne Black.de zu nahe treten zu wollen, muss man doch sagen: Da ist offensichtlich etwas nicht ganz rund gelaufen. Man kündigt nicht 1000 Filialen an, um das Konzept dann nach kurzer Zeit einzustellen“, sagt etwa Jörg Lehnerdt von der Handelsberatung BBE gegenüber den Ruhrnachrichten.

Andere vermuten, dass sich die Märkte gegenseitig die Kunden weggeschnappt hätten und den Markt mit Billig-Angeboten übersättigt hätten.

Das sieht das Dortmunder Unternehmen offenbar anders. Laut Rurhnachrichten plant Tedi eine Expansion von deutschlandweit 1.700 Filialen auf insgesamt 5.000. (ak)

 
 

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