Dortmund

BVB-Trainer Lucien Favre verrät: Deshalb spielte Mario Götze bisher nicht

Mario Götze im Einsatz, aber nur im Trainingsspiel gegen Münster
Mario Götze im Einsatz, aber nur im Trainingsspiel gegen Münster
Foto: Firo

Dortmund. Die Frage ist man in Dortmund schon seit längerer Zeit gewohnt, inzwischen aber kommt sie mit einer Regelmäßigkeit wie der Sonnenauf- oder -untergang: Was ist eigentlich mit Mario Götze? Spielt er? Oder, wie es derzeit vor allem heißt: Warum spielt er nicht? Götze ist nur einer von 29 Spielern im BVB-Kader – einerseits.

Andererseits aber bringt er eben eine besondere Geschichte mit: Er galt als eines der größten Talente, die der deutsche Fußball in jüngerer Zeit gesehen hat. Und er schoss bei der WM 2014 jenes Tor, das Deutschland zum Weltmeister machte. So einer bewegt die Gemüter, weit über Dortmund hinaus. Und wenn so einer nicht spielt, so wie Götze in den ersten beiden Bundesliga-Spielen, dann kommen verlässlich die Nachfragen.

Götze scheint nicht in Favres System zu passen

Und dann bemüht sich Trainer Lucien Favre, die Angelegenheit so gut es geht zu erklären. Zum Beispiel am Mittwoch, zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/live in unserem Ticker). Und der Schweizer lässt durchblicken: Götze passt einfach nicht so recht in die Formation und Spielweise, die der Trainer derzeit favorisiert.

„Es liegt viel an unserem System“, sagt Favre. „Ich habe schon am Anfang gesagt: Es braucht eine gewisse Zeit, das System und die beste Mannschaft zu finden.“

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Zweifel an Götzes Athletik

Derzeit ist das eine 4-3-3-Formation mit drei eher zentralen Mittelfeldspielern vor der Abwehr, zwei Außenstürmern und einem Angreifer im Zentrum – alles nicht die idealen Rollen für Götze, findet Favre. „Mario kann schon zentral spielen, auch im 4-3-3“, sagt er. „Aber manchmal ist das Spiel sehr engagiert, sehr athletisch. Gegen Leipzig und Hannover haben wir mit drei wahren Mittelfeldspielern gespielt.“

Gemeint ist: Spieler, die ihre Stärken auch in Bereichen wie Athletik, Zweikampf und Balleroberung haben, die also vor allem auch defensive Stabilität garantieren. „Er kann das, klar“, meint Favre. „Aber wir haben eben vor allem im Mittelfeld sehr viele Spieler, acht oder neun.“

Hoffnung kann er Götze vor allem mit einer Tatsache machen: „Wir brauchen alle Spieler“, verspricht er. „Denn es kommen jetzt sieben Spiele in 21 Tagen. Und dann werden wir sehen.“

 
 

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