Was man beim Kauf eines E-Bikes wissen sollte

Vom RWW gesponsertes Elektrofahrrad mit Akku unter dem Gepäckträger am Standort Aquarius Wasserturm in Mülheim.
Vom RWW gesponsertes Elektrofahrrad mit Akku unter dem Gepäckträger am Standort Aquarius Wasserturm in Mülheim.
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Fahrräder mit elektrischer Unterstützung liegen im Trend. Aber sind sie schon ausgereift? Und wie weit können sie fahren? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Essen. Wie von Geisterhand angeschoben. So fährt es sich mit einem Elektrorad. Selbst etwas ältere Radler schaffen auf einem E-Rad mühelos in flottem Tempo auch längere Strecken. Und die Fahrt zur Arbeit endet nicht mehr verschwitzt und macht dazu noch Spaß.

Warum ein Elektrorad?

Wegen des eingebauten Rückenwindes! Bei einem E-Rad mit Tretunterstützung muss man nur noch etwa halb so stark in die Pedale treten. Der Aktionsradius wird größer, Steigungen lassen sich recht locker bewältigen. Vorsicht: Beim Tragen und bei leerem Akku ist das höhere Gewicht ein Nachteil.

Sind E-Räder ausgereift?

Ziemlich. Die Elektrik ist heute in der Regel weniger störanfällig als noch vor drei, vier Jahren. Die Handhabung wurde nutzerfreundlicher. Auch beim E-Rad gilt: Qualität hat ihren Preis. Für ein Elektrovelo in ordentlicher Qualität sollte man mindestens 1700 bis 2000 Euro einplanen.


Wie groß ist die Reichweite?

20 bis 100 Kilometer. Die Reichweite eines E-Rades hängt ab von Qualität und Kapazität des Akkus, Fahrweise. gewählter Unterstützungsstufe, Bergen auf der Strecke. Gegenwind sowie Gewicht von Radler und Rad. Bei geringer Unterstützung können im Flachland mit einer Ladung durchaus 100 Kilometer bewältigt werden. Beim Fahren im Mittelgebirge mit voller Unterstützung kann der Akku schon nach 20 Kilometern leer sein. Kälte reduziert die Reichweite um die Hälfte und mehr.


Wie lange hält der Akku?

Die Lebensdauer eines Akkus wird bestimmt vom Typ, einer schonenden, typgerechten Ladeweise und den Ladezyklen. Die heute meist eingesetzten Lithium-Akkus sind in der Regel gut für 500 bis 1000 Ladezyklen, manche sogar mehr. Ersatzakkus kosten zwischen 300 und 800 Euro.


An welcher Stelle soll der Motor sitzen?

Beim Motor im Vorderrad sind alle Schaltungen und auch Rücktrittbremse möglich. Beim Anfahren am Berg kann auf nasser Fahrbahn das Vorderrad durchrutschen, was aber selten vorkommt. Die Räder lassen sich beim Reifenplatten gut ausbauen.

Dies gilt auch für Elektroräder mit Tretlagermotor in der Mitte. Der tiefe Schwerpunkt wirkt sich günstig auf das Fahrverhalten aus. Mit dem Tretlagermotor lassen sich alle Schaltungsarten kombinieren. Seit kurzem gibt es Mittelmotoren auch mit Rücktrittbremse. Gerade im Stadtverkehr ein Plus an Sicherheit. Der Tretlagermotor erfordert einen speziellen Rahmen.

Der Motor im Hinterrad lässt sich gewöhnlich nur mit einer Kettenschaltung kombinieren. Nur wenige Hinterradmotoren haben ein integriertes Getriebe. Der Heckmotor verbessert die Traktion, entlastet zugleich aber unvorteilhaft das Vorderrad.

 
 

EURE FAVORITEN