Warnung vor Unfallgefahr durch Krötenwanderung

Dieses Schild soll Autofahrer vor der Krötenwanderung warnen, die in den nächsten Tagen bevorsteht. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Dieses Schild soll Autofahrer vor der Krötenwanderung warnen, die in den nächsten Tagen bevorsteht. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Erhöhte Rutschgefahr durch überfahrene Kröten besteht in den nächsten Tagen auf NRWs Straßen. Der Landesbetrieb Straßenbau sorgt sich um die Sicherheit von Autofahrern und Tieren. An manchen Stellen sind zeitweise sogar Straßensperrungen geplant.

Gelsenkirchen. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen weist Autofahrer auf Krötenwanderungen in den kommenden Tagen hin. Denn wie jedes Jahr kommen Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterverstecken, um zu dem Ort zurückzukehren, an dem sie geboren wurden. Dort wollen sie ihren Laich ablegen. Und wenn die Amphibien ihre Winterverstecke verlassen, kann es nicht nur für sie zu gefährlichen Situationen kommen, sondern auch für die Autofahrer.

Warnschilder werden aufgestellt

Denn wegen überfahrener Tiere muss an manchen Stellen mit erhöhter Rutschgefahr gerechnet werden. Deshalb werden an bekannten Wegen Schilder mit dem Zusatzzeichen "Krötenwanderung" aufgestellt, um die Autofahrer vor dieser Gefahr zu warnen.

Bei Kröten auf den Straßen langsam und vorsichtig fahren

Natürlich spielt auch der Tierschutzgedanke eine Rolle bei der Warnung. "Gehen Sie bitte vom Gas und fahren Sie vorsichtig, wenn Sie das Warnschild sehen", bittet Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW, die Autofahrer. Denn die Kröten laufen nicht nur Gefahr, überfahren zu werden. Wer zu schnell unterwegs ist, gefährdet die Tiere zusätzlich durch den Luftsog, den das Auto erzeugt.

Zur Sicherheit von Autofahrern und Amphibien werden außerdem Krötenzäune und Sammelbehälter platziert. Auch fest installierte Amphibientunnel werden gereinigt. "Einige Straßen werden zeitweise sogar in den Abend- und Nachtstunden gesperrt," erklärten die Straßenmeistereien des Landesbetriebes Straßenbau NRW.

Freiwillige Helfer arbeiten als "Krötentaxis"

Straßenmeisterein, Landschaftsbehörden, Naturschutzgruppen und engagierte Bürgerinnen und Bürgern arbeiten zusammen, um früh morgens und spät abends "Krötentaxis" einzusetzen. Die Tiere werden dann von freiwilligen Helfern in Sammelbehältern über die Straßen getragen.

 
 

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