Toyota Auris Hybrid Test - Angriff auf den VW Golf 7

Essen. Seit dem vergangenen Wochenende steht sie bei den Händlern: die zweite Generation des Toyota Auris. Mit ihr startet der japanische Autohersteller einen neuen Angriff auf die Kompaktklasse, insbesondere den VW Golf 7. Womit der Toyota Auris Hybrid im Vergleich punkten kann, zeigt der Test.

Der erste Eindruck vom Toyota Auris Hybrid ist ein sportlich-markanter. Im Vergleich zur ersten Generation wurde die Optik geschärft, die Linien kantiger, der Kompaktwagen länger und flacher. Dementsprechend hinterlässt der neue Auris einen athletischeren Eindruck, besondere Details wie die neu gestaltete Frontpartie mit Chromspange und kantigeren LED-Scheinwerfern lassen ihn aus der Menge der Kompaktwagen herausstechen. Die frische Optik des Japaners zeigt alles in allem mehr Persönlichkeit als der massentaugliche und daher recht nüchterne VW Golf 7.

Auch unter der Motorhaube haben die Techniker bei der zweiten Generation des getesteten Toyota Auris Hybrid Hand angelegt. Viele Kritikpunkte am Vorgänger wurden ausgemerzt - dazu zählen die etwas träge Automatik, das spontane und laute Hochdrehen des Benzinmotors sowie die wenig direkte Lenkung. Der neue Toyota Auris Hybrid mit kombiniertem Benzin- und Elektromotorantrieb verfügt über eine Systemleistung von 136 PS und zeigt sich im Test äußerst agil. Der Hybridantrieb wirkt ausgereift und funktioniert einwandfrei. Der 1,8-Liter-Benzinmotor springt leise an und schaltet sich auch unmerklich wieder ab. Zudem lässt ihn die überarbeitete Automatik vorwiegend im mittleren Drehzahlbereich arbeiten, was den lauten und angestrengten Eindruck des Vorgängers vergessen lässt.

Dass die Akkus für den Elektromotor jetzt unter den Rücksitzen des Toyota Auris Hybrid Platz finden, bietet zwei Vorteile: Zum einen steht dem Besitzer nun ein vollwertiger Kofferraum mit 360 Litern Volumen zur Verfügung, zum anderen senken die Akkus den Schwerpunkt des Kompaktwagens. Der sportliche äußere Eindruck setzt sich also beim Fahren zunächst fort. Lediglich bei hohen Geschwindigkeiten schwächelt der Hybridantrieb etwas und der Motor wird unangenehm laut. Ungeschlagen ist jedoch der Normverbrauch von 3,8 Litern laut Hersteller.

Der getestete Toyota Auris Hybrid ist damit nicht nur im Unterhalt eine preisgünstige Alternative zum VW Golf 7. Mit 22.950 Euro für das Hybridmodell mit der gehobenen Ausstattungsvariante "Life" ist der japanische Kompaktwagen auch in der Anschaffung günstiger als der mit 140 PS vergleichbar motorisierte VW Golf TSI, der ab 23.425 Euro erhältlich ist.

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