Tipps zum Fahren mit dem Quad

Bevor es auf die Straße geht, sollte das Fahren mit dem Quad geübt werden.
Bevor es auf die Straße geht, sollte das Fahren mit dem Quad geübt werden.
Wer einen Auto-Führerschein besitzt, darf automatisch ein Quad fahren. Doch bevor es auf die Straße geht, sollte das Fahren geübt werden, denn Quads können leicht kippen -und überall darf damit auch nicht gefahren werden. Wir geben Tipps und Infos.

Düsseldorf. Quads, kleine vierrädrige Geländefahrzeuge, sind offensichtlich beliebt. Doch Quad ist nicht gleich Quad: Es gibt sie in verschiedenen Aufbau- und Fahrzeugarten. Bevor sich jemand ein solches Fahrzeug kauft, sollte er sich bei Zulassungsstelle und Finanzamt über die Anforderungen zur Zulassung und die Haltungskosten informieren, raten Fachleute der Arag-Rechtschutzversicherung in Düsseldorf. Zudem müsse das Quad-Fahren gelernt und geübt werden. Da sie aufgrund ihrer Bauweise einen höheren Schwerpunkt als andere Fahrzeuge haben, sollten die Fahrer beachten, dass Quads in Kurven und am Hang leichter kippen.

Genaue, gesetzliche Regelungen

Der Fahrspaß mit Quads ist gesetzlich genau geregelt. Sie dürften grundsätzlich nur auf öffentlichen Straßen gefahren werden, nicht aber auf Forstwegen und in der freien Natur, sagen die Arag-Fachleute. Allerdings gebe es die Möglichkeit, auf speziell für Quads und andere geländegängige Fahrzeuge angelegten Privatgeländen umher zu kurven. Die Zulassung eines Quads hängt laut Arag von der Einstufung ab. Aktuell gebe es folgende Kategorien: Leicht-Kfz bis 45 Kilometer pro Stunde (Schlüssel-Nummer: 2404), vierrädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung bis 400 Kilogramm Leergewicht und bis 15 kW (Schlüssel-Nummer: 2604), vierrädriges Kraftfahrzeug zur Güterbeförderung bis 550 Kilogramm Leergewicht und bis 15 kW (Schlüssel-Nummer: 2614) sowie Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine (Schlüssel-Nummer: 8710 oder 8720).

Quads sind meist gedrosselt

Damit die Quads - die ja eigentlich für das Gelände vorgesehen sind - überhaupt zugelassen werden können, sind sie laut den Arag-Fachleuten meist gedrosselt. Diese PS-Beschränkung sollte strikt eingehalten werden, andernfalls könne man sich strafbar machen und den Führerschein verlieren. Zudem müssten Quads für die Zulassung einen Versicherungsnachweis erbringen, wobei die Leicht-Kfz bis 45 Kilometer pro Stunde nur ein Versicherungskennzeichen benötigten. Für ein Quad, das als Leicht-Kfz bis Tempo 45 gilt, sei die Fahrerlaubnis Klasse S ausreichend, sagen die Arag-Experten, für die land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine Klasse L und alle, die einen Pkw fahren dürfen, dürften automatisch auch Fahrzeuge der Klasse S und L fahren. Die anderen Quads erforderten die Fahrerlaubnis Klasse B (ehemals Klasse 3) für Pkw. (dapd)