Nach Jaguar könnte auch Aston Martin indische Besitzer finden

Bonds Bester: der Aston Martin DB5
Bonds Bester: der Aston Martin DB5
Foto: REUTERS
Während der neue 007-Film im Kino Rekorde bricht, ist eine Wettstreit zweier Bieter für die von James Bond bevorzugte Sporwagenmarke entbrannt. Mahindra aus Indien und die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial wollen die Hälfte der Anteile kaufen.

Maialnd.. Um die durch James-Bond-Filme bekanntgewordene Sportwagenmarke Aston Martin ist Kreisen zufolge ein Bieterwettstreit entbrannt. Sowohl die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial als auch der indische Autobauer Mahindra wollten sich einen Anteil von 50 Prozent an dem britischen Traditionsunternehmen sichern, sagte eine den Verhandlungen nahestehende Person.

Die Italiener seien mit einem Gebot von bis zu 250 Millionen Pfund (309 Millionen Euro) ins Rennen gegangen, das die Inder überboten hätten. Mahindra baut Jeeps und leichte Nutzfahrzeuge. Es wäre die zweite indische Übernahme einer britischen Luxusmarke nach dem Kauf von Jaguar und Land Rover durch Tata im Jahr 2008. Die Investoren aus Europa seien aber dennoch siegesgewiss, weil sie sich technisch Rückendeckung von Mercedes geholt hätten. Eine Entscheidung könne noch am Wochenende fallen.

Über den Sieger des Bieterrennens entscheidet die kuwaitische Investitionsgesellschaft Investment Dar, der die Sportwagenschmiede gehört. Die Bieter aus Italien sind in der Motorbranche keine Neulinge: Investindustrial verleibte sich 2006 den italienischen Motorradhersteller Ducati ein und verkaufte ihn im April für 860 Millionen Euro weiter an Audi. Hinter Investindustrial steht die italienische Familie Bonomi. Bei den beteiligten Unternehmen war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut einem BBC-Bericht hat Adnan Al Musallam, Vorsitzender des Eigentümers Investment Dar, gegenüber der kuwaitischen Zeitung Al Watan das langfristige Interesse des Investor erneut bestätigt und einen Verkauf der Anteile in nächster Zeit dementiert.

Investment Dar stieg gemeinsam mit dem kuwaitischen Fonds Adeem Investment vor fünf Jahren bei der Nobelmarke ein. Die Investorengruppe unter Führung des britischen Rennsport-Unternehmers Dave Richards hatte für die Marke, die als Dienstfahrzeug von James Bond weltweit bekannt geworden ist, rund 700 Millionen Euro bezahlt. Lenker bei Aston Martin ist der bekannte deutsche Automobilmanager Ulrich Bez. Unter ihm nahm Aston Martin den stärksten Aufschwung seiner fast 100-jährigen Geschichte. In Folge der Finanzkrise ginge das Geschäft mit Luxusautos jedoch stark zurück. (rtr)

 
 

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