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Kia Carens Test – Familienfreundlicher Korea-Van

Essen. Die Zeiten, in denen Autos aus Südkorea schlecht verarbeitet und lieblos designt waren, sind längst vorbei. Der neue Kia Carens punktet mit flottem Design und – wie es sich für einen Familienvan gehört – mit praktischem Nutzen. Ob er es mit dem Touran, Zafira und C-Max aufnehmen kann, zeigt der Test.

Seit Anfang Mai steht der neue Kia Carens bei den deutschen Händlern – eine Kampfansage an VW Touran, Opel Zafira Tourer und Ford C-Max. Denn die neue Generation des südkoreanischen Kompakt-Vans hat viele Argumente vorzuweisen, die für ihn sprechen sollen: eine flotte Optik, ein variabler Innenraum und damit ein hoher Alltagsnutzen, eine umfangreiche Serienausstattung sowie ein günstiger Preis. Die Basisversion ist bereits ab 19.990 Euro erhältlich. Aber wie viel Kompakt-Van bekommt man bei Kia wirklich fürs Geld?

Neuer Kia Carens: Flottes Design, aber nicht zu verspielt

Sofern man bei einem Kompakt-Van, bei dem die Form immer der Funktion untergeordnet ist, überhaupt von einem flotten Design sprechen kann, erfüllt der neue Kia Carens die besten Voraussetzungen dafür. Der mit der sogenannten Tigernase unverkennbare Kia hat ein neues Scheinwerferdesign, ein breiteres Heck und dynamische Sicken an den Seiten vorzuweisen. Da der Hersteller die neue Generation ein wenig kürzer und flacher gestaltet hat, wirkt der Familienvan insgesamt etwas sportlicher und moderner. Im Radstand hat der neue Kia Carens dennoch etwas zugelegt, was sich im Ergebnis in mehr Platz für Passagiere und Gepäck äußert. Auf Wunsch ist der Kompakt-Van als Siebensitzer erhältlich, die dritte Sitzreihe kann aber lediglich Kindern empfohlen werden. Punkten kann der Testwagen darüber hinaus mit vielen pfiffigen Details und praktischen Staufächern im Innenraum; einen Minuspunkt gibt es für die breite A-Säule, die beim Abbiegen die Sicht behindert.

1,7-Liter-Diesel mit 136 PS: Kraftvoll, aber nicht sportlich

Der getestete Selbstzünder mit 136 PS und einem maximalen Drehmoment von 331 Nm geht kraftvoll zu Werke und beschleunigt den 1,5-Tonner aus dem Stand heraus erstaunlich souverän. Da die Federung sehr weich, das Fahrwerk auf Komfort und die Schaltwege recht lang ausgelegt sind, fühlt sich der Kompakt-Van bei Autobahnfahrten am wohlsten. Ein Sportler ist er wahrlich nicht, aber das will der Familienfreund auch gar nicht sein. Wer komfortabel mit Kind und Kegel reisen will, der findet im neuen Kia Carens einen treuen und eleganten Begleiter zu moderaten Preisen. Mit einem Basispreis von 23.990 Euro ist der getestete Südkoreaner rund 5.000 Euro günstiger als etwa ein vergleichbar motorisierter VW Touran.

2013-06-02 13:35:47.0