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Honda CR-V ist eine Mischung aus SUV und Van

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Honda CR V Sondermodell
Vom Stil her amerikanisch, inspiriert von Volvo. Die vierte Generation des Honda CR-V ist eine Mischung aus SUV und Van. Dabei liegt beim neuen Modell das Augenmerk deutlich auf dem Komfort. Denn obwohl die Version nicht größer ist als seine Vorgänger – der neue CR-V bietet deutlich mehr Platz.

Offenbach. 

Einen ersten Blick hat Honda jetzt auf die vierte Generation des CR-V gewährt, eine Mischung aus SUV und Van. Die Front ist nach amerikanischen Geschmack gestaltet: Mit breiter Brust präsentiert sich das mit 4,53 Meter Länge gerade noch kompakte Gefährt.

Erreicht wird das vor allem durch die drei horizontalen Streben des Kühlergrills und die breiten Scheinwerfer. Das Heck mit seinen dominanten, hochgezogenen Rückleuchten kommt dem Betrachter allerdings bekannt vor – als hätten sich die Honda-Designer da von Volvo inspirieren lassen.

Jede Menge Platz

Eine Art Rundum-Stoßfänger aus Kunststoff verleiht dem CR-V eine robuste Geländewagenoptik. Was von außen groß und mächtig wirkt, bietet innen tatsächlich viel Platz, außerdem Variabilität und Komfort. Fahrer und Beifahrer nehmen auf sportlich akzentuierten Sesseln Platz. Hier wird auf bequeme Weise Halt gewährt. Auch auf den drei Fondsitzen kann man sich dank des durchgehend flachen Bodens ohne Tunnel bequem niederlassen. Zudem steht selbst großen Menschen ausreichend Beinfreiheit zur Verfügung und auch den Kopf dürften sich nur wenige Personen stoßen.

Obwohl der neue CR-V in Länge und Breite nicht größer ist als sein Vorgänger, bietet er aufgrund einer besseren Raumnutzung mehr Platz. Erreicht wurde das unter anderem durch Kleinigkeiten wie effizienter modulierte Türinnenverkleidungen. Außerdem lassen sich die achtfach verstellbaren Vordersitze nun um fünf statt um vier Zentimeter in der Höhe variieren. In Kombination mit dem verstellbaren Lenkrad ist eine optimale Sitzeinstellung möglich und damit ein guter Überblick über das Fahrzeug.

In einer Sekunde von 589 auf 1.669 Liter

Das Cockpit wirkt aufgeräumt, alle Instrumente sind gut ablesbar und die verbauten Materialien sehen nicht nur hochwertig aus, sondern fühlen sich auch so an. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Kanten sind abgerundet und die Kunststoffhebel sauber entgratet.

Darüber hinaus wirkt der Japaner schon beim ersten Blick in den Kofferraum wie ein wahrer Lademeister. 589 Liter Stauraum stehen jederzeit zur Verfügung. Drei große Koffer oder vier Golftaschen können problemlos untergebracht werden. Über zwei Zughebel im Heck lassen sich die Fondsitze im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel ohne jede Anstrengung innerhalb einer Sekunde umklappen, so dass eine fast ebene Ladefläche und ein Volumen von 1.669 Litern entstehen.

Gegenstände bis zu 1,57 Metern Länge können dann verstaut werden. Hinzu kommt eine angenehm niedrige Ladekante in 66,5 Zentimetern Höhe.

„Econ“-Modus wie beim Insight

Zur Markteinführung am 3. November 2012 bietet Honda für den CR-V vorerst nur die bisher schon bekannten zwei Motoren an, die aber vollständig überarbeitet wurden. Der i-DTEC-Dieselmotor mit 2,2 Litern Hubraum leistet nach wie vor 110 kW/150 PS, besitzt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern (Nm) und kann entweder mit einer Sechsgang-Handschaltung (Verbrauch: 5,6 Liter auf 100 Kilometern; 149 g CO2/km) oder einer Fünfstufen-Automatik (6,6 Liter/100 km; 174 g CO2/km) kombiniert werden.

Der 2.0-i-VTEC-Ottomotor leistet mit 114 kW/155 PS fünf Pferdestärken mehr als bisher und erreicht mit 192 Nm sein höchstes Drehmoment. Im Gegensatz zum Dieselmotor kann hier die Handschaltung auch mit einem reinen Vorderradantrieb kombiniert werden (7,2 Liter/100 km; 168 g CO2/km).

Den Selbstzünder gibt es ausschließlich als Allradler. Varianten ohne Automatik sind grundsätzlich mit einer Start-Stopp-Funktion ausgestattet. Ein verbrauchsreduziertes Fahren kann zudem über den „Econ“-Modus erreicht werden, der sich per Taste aktivieren lässt. Er ist bereits aus dem Insight bekannt.

Vortrieb auf allen Vieren

Überarbeitet wurde neben den Motoren auch das Allradsystem, das nun nur noch über eine statt zwei Ölpumpen verfügt, dafür aber eine elektronische Steuerung hat. Diese sorgt laut Hersteller dafür, dass beim Anfahren auf schlüpfrigen Untergrund die Vorderräder nicht mehr durchdrehen, sondern sofort Grip haben.

Elektrisch statt hydraulisch ist nun auch die Servolenkung. Zur Seriensicherheitsausstattung gehören neben ESP und sechs Airbags auch das als TSA bezeichnete Anhänger-ESP, das sich bei einem aufschaukelnden Anhänger gegensteuernd einschaltet. Weitere Sicherheitssysteme wie ein Abstandsregel- oder Spurhalteassistent sind optional erhältlich. Die Preise dafür sind derzeit noch genauso unbekannt wie der Anschaffungspreis für den CR-V. Die noch aktuelle Version ist ab 26.950 Euro zu haben. (dapd)