Ford baut Hybridantrieb in den C-Max ein

Ein dezenter Schriftzug am Heck weist auf das doppelte Herz aus Benzinmotor und Elektroantrieb hin.
Ein dezenter Schriftzug am Heck weist auf das doppelte Herz aus Benzinmotor und Elektroantrieb hin.
Foto: glp
Ford möchte Toyota nicht das Hybrid-Feld überlassen. In den USA nicht, und bald auch nicht in Europa. Im kommenden Jahr 2013 bringt der US-Autohersteller den C-Max mit kombiniertem Elektro- und Benzinmotor auf den deutschen Markt.

Köln. In den USA hat Hybrid-Pionier Toyota nur einen ernsten Wettbewerber, der Autos mit dieser Antriebstechnik auf breiter Front anbietet: Ford. Bis in die Alte Welt haben die Amerikaner ihre Hybride noch nicht geschickt. Das wird anders. Ab 2013 kommt in Deutschland der C-Max als erstes Auto der Marke mit der (Motor)Kraft der zwei Herzen als Kombination von Elektro- und Benzinmotor auf den Markt.

Die wachsende Nachfrage nach Autos mit Hybridantrieb wollten die Verantwortlichen bei Ford bereits vor Jahren nicht kampflos dem japanischen Primus Toyota überlassen. 2013 will Ford bereits mehr als 100.000 Pkw mit Hybridantrieb bauen. Neben dem Geländewagen Escape und der Mittelklasse Fusion kommt nun die dritte Baureihe mit der Kraft der zwei Herzen unter der Haube auf den US-Markt.

Der C-Max Hybrid steht ab 25.995 Dollar (18.935 Euro) bei den amerikanischen Ford-Händlern. Mit der Hybridversion des Siebensitzers wird Ford 2013 auch in Deutschland das Zeitalter der Hybridtechnik einläuten.

Systemleistung von 138 kW

Beim Hybrid im C-Max, der in seiner aktuellen Form 2010 auf den Markt gekommen ist, fährt Ford zweigleisig. Einmal mit einem klassischen Hybrid und zusätzlich mit einem Plug-in Hybrid, der sich dank größerer Batteriekapazität auch per Steckdose aufladen lässt und dann einen rein elektrischen Fahrbetrieb ermöglichen soll. Die Systemleistung des Antriebs gibt der Hersteller mit 138 kW/188 PS an.

Bei allen Bemühungen richten sich die Amerikaner nach dem Vorgaben des Klassenprimus Toyota. Die rein elektrische Fahrstrecke des Prius möchte Ford beim C-Max mit 20 Meilen fast verdoppeln. Mit vier Stunden Ladezeit soll der Stromspeicher doppelt so schnell gefüllt sein wie beim rein elektrisch angetriebenen Nissan Leaf. Die 20 Meilen entsprechen 32 Kilometern.

Auf dem Highway ist der Ford C-Max Plug-in Hybrid mit einem Verbrauch von 47 Meilen pro Gallone angegeben. Das entspricht knapp fünf Liter pro 100 Kilometer. Als Gesamtreichweite soll der C-Max Plug-in Hybrid in Amerika 550 Meilen erreichen. Das sind 885 Kilometer.

Zukunftsträchtige Antriebstechnik

Da sich die europäischen und amerikanischen Messzyklen für Verbräuche nicht vergleichen lassen, steht kein analoger Wert für die deutsche Version des C-Max mit Plug-in Hybrid zur Verfügung. Vom aktuellen C-Max hat Ford in Europa in weniger als zwei Jahren rund 144.000 Einheiten verkauft.

Dass der Van mit zukunftsträchtiger Antriebstechnik auch die Vereinigten Staaten erobern soll, freut sicherlich die Entwicklungsmannschaft in Köln. Macht ja auch irgendwie Sinn, wenn neuartige Fahrzeugkonzepte aus dem Land kommen, das Otto- und Dieselmotor und nicht zuletzt das ganze Auto hervorgebracht hat. (mid)