Dodge Journey kommt als Fiat Freemont in Europa an

Fiat bringt den Dodge Journey nach Europa. Als Freemont steht die dem europäischen Markt angepasste Großraumlimousine ab sofort bei den Händlern - und kann sich durchaus sehen lassen.

Mailand. Der Fiat Freemont steht ab sofort bei den deutschen Händlern. Im Blut hat die italienische Großraumlimousine Chrysler-Gene, in den USA wird der Wagen als Dodge Journey verkauft. Unter der Motorhaube arbeitet ein 2,0-Liter-Multijet II-Dieselmotor von Fiat mit wahlweise 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS, der mit Frontantrieb und manuellem Sechsganggetriebe kombiniert ist. Zum Jahresende gesellt sich ein Allrader mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe hinzu.

Die Preisliste startet bei 25.990 Euro für die schwächere Ausführung. Der stärkere Motor - nur in Kombination mit der gehobenen Variante 'Urban' erhältlich - kostet 28.790 Euro. Der Aufpreis für die Allrad-Version liegt rund 4.000 Euro darüber. Auf absehbare Zeit werden in Deutschland keine Benzinmotoren angeboten.

Abstriche beim Ladevolumen

Bereits die 140-PS-Basisversion ist mit Drei-Zonen-Klimaautomatik, CD-Radio mit sechs Lautsprechern, elektrischen Fensterhebern, dem Schleuderschutz ESP, Berganfahrhilfe, sechs Airbags, Tempomat, Alarmanlage und 17-Zoll-Aluräder anspruchsvoll ausgestattet. Beim 'Urban' kommen unter anderem Parksensoren hinten, elektrisch verstellbare Sitze, eine Bluetooth-Freisprechanlage und ein Multifunktionslenkrad hinzu.

Der Siebensitzer kommt auf eine Länge von 4,89 Meter, eine Breite von 1,88 Meter und eine Höhe von 1,69 Meter. Der Radstand wird mit 2,89 Meter angegeben. Das maximale Ladevolumen liegt bei 1.461 Litern. Zum Vergleich: Der VW Tiguan, 48 Zentimeter kürzer, lädt mit maximal 1.985 Litern deutlich mehr. Weiteres Manko: Auch gebremst kann das fast zwei Tonnen schwere Auto nicht mehr als 1.100 Kilogramm an den Haken nehmen.

Facelift für Europa

Dank Eingriffen beim Design mit gefälligeren Front- und Heckleuchten sowie mit filigraneren Stoßfängern wurde dem europäischen Geschmack Genüge getan. Amerikanische Plastikarchitektur im Inneren wurde zurückgedrängt, der Komfort verbessert. In den großen Sitzen fühlt man sich wohl. Die hohe Position vermittelt wie immer Sicherheit im Straßengewühl. Leider lässt sich beim Fahrersitz die Lehne nur mit spitzen Fingern und einiger Übung schnell verstellen. Dafür verdienen Federung und Geräuschdämmung die Note 'gut'.

Gleiches gilt für die beiden modernen Diesel-Aggregate, die mit bis zu acht Einspritzvorgängen pro Arbeitstakt für einen wirtschaftlichen Umgang mit dem Treibstoff sorgen. Der kleinere Motor reicht vollkommen aus, zumal der Zugewinn gegenüber dem größeren Triebwerk von plus 12 km/h bei der Spitzengeschwindigkeit bei unverändertem Drehmoment von 350 Nm unerheblich ist. Die Sechsgangschaltung arbeitet leichtgängig und exakt. Die Reihen zwei und drei bieten ebenfalls ausreichende Bequemlichkeit, wobei man die Plätze ganz hinten besser Kindern überlässt. Schön in diesem Zusammenhang: Höhenverstellbare Sitzpolster liefern den Kleinen zusätzliche Sicherheit und erhöhen dank Sichtverbesserung ihre Zufriedenheit auf längeren Reisen. Die Ladefläche ist eben und leicht zu erreichen. 25 Ablagefächer, Nischen und Netze bieten Platz für allerlei Kleinkram, angeblich kommen so 138 Liter Volumen Stauraum zustande.

30.000 im ersten Jahr

Über Verkaufszahlen in Deutschland spricht Fiat nicht. In ganz Europa sollen es im nächsten Jahr insgesamt 30.000 Einheiten sein, die vom Chrysler-Werk in Mexiko über den Teich kommen. Dies wäre schon ein Achtungserfolg für die ungleichen Brüder von Chrysler und Fiat.(mid)