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Dieselmotoren heizen das Auto im Winter langsamer auf

Dieselmotoren heizen das Auto im Winter langsamer auf

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Foto: Matthias Graben
Dieselmotoren verbrauchen Energie effektiver, dadurch brauchen sie aber auch länger als Ottomotoren, um in der kalten Jahreszeit das Auto aufzuheizen. Wie schnell der Innenraum wohlig warm wird hängt dabei stark vom Fahrzeugmodell ab.

München. 

Dieselfahrer haben es während der zurückliegenden kalten Tage immer wieder unangenehm bemerkt: Ihr Auto wird im Innenraum nur zögerlich warm. Warum ein Diesel-Auto für das Heizen zumeist mehr Zeit braucht als ein vergleichbarer Benziner, erklärt sich durch das Kraftstoff-Verbrennungsverfahren. „Das Diesel-Prinzip nutzt die im Kraftstoff enthaltene Energie besser aus, was sich in den günstigeren Verbrauchswerten zeigt. Wärme als Abfallprodukt fällt hier in geringerem Umfang an“, erläutert Bettina Hierath vom ADAC in München.

Ottomotoren werden schneller warm

Ottomotoren würden also in der Regel schneller warm. „Beispielsweise braucht der VW Polo Benziner knapp acht Minuten weniger Zeit als die vergleichbare Dieselvariante“, weiß die Fachfrau. Den physikalischen Regeln kann man nicht ausweichen und so ist Abhilfe nur bedingt möglich, etwa durch eine Standheizung oder einen Zuheizer. Aber auch beheizte Sitze, vor allem bei Lederausstattung, können schneller für Wohlfühltemperaturen sorgen.

Nach einer Untersuchung des ADAC dauert es zwischen neun Minuten und einer halben Stunde, bis der Innenraum eines Pkw bei einer Außentemperatur von minus zehn Grad auf 22 Grad Celsius geheizt ist. Am schnellsten erreichte das Mercedes E 500 Coupé die 22 Grad beim ADAC Vergleich. In neun Minuten war das Auto mit Ottomotor warm. Demgegenüber benötigt der Seat Ibiza in der Dieselvariante knapp 30 Minuten. Aber auch bei den Dieseln gibt es Unterschiede. So wird der Volvo S60 D5 Summum in weniger als zehn Minuten auf den Vordersitzen kuschelig warm.

Die Fahrzeuggröße spielt keine Rolle

Die Fahrzeuggröße spielt nach den Messungen des Autoclubs keine entscheidende Rolle, auch kleine Modelle verbreiten Frost-Feeling: Der Smart Fortwo Coupé 1.0 braucht 20 Minuten, bis der Fahrer auf die dicke Winterjacke verzichten kann.

Auch der Fiat Doblò Kombi 1,6 JTD Multijet, der VW Sharan 2.0 TDI BlueMotion, der Mercedes Viano 2.2 CDI Trend lang, der Peugeot 807 HDi FAP 165 Premium, der Skoda Fabia Combi 1.6 TDI Elegance, der Mitsubishi i-MiEV, der Toyota Auris 1.8 Hybrid Executive, der Honda Insight 1.3 Hybrid und der Mini Cooper D Countryman sind für kälteempfindliche Fahrer weniger geeignet. Sie benötigten für das Erreichen der Wohlfühltemperatur deutlich mehr als 20 Minuten, manche für das Heizen des gesamten Innenraums sogar 37 Minuten. „Für Kinder ist das im hinteren Bereich schnell eine Zitterpartie“, gibt die ADAC-Fachfrau zu bedenken.

Schneller warm im Innenraum wird es im Mercedes S 400 Hybrid, Volvo S60 D5 Summum, Mazda 3 2.0 DISI, BMW X5 xDrive30d, Audi TT Coupé 2.0 TFSI, Peugeot RCZ 155 THP, BMW ActiveHybrid X6 und Porsche Boxster S 3.4 PDK. Bei zehn Grad Frost brauchten diese Autos weniger als eine Viertelstunde, um wohlig warm zu werden. (dapd)