Chrysler nimmt Fabrik für Viper in Detroit wieder in Betrieb

Die Viper ist zurück im Schlangennest - so bezeichnet man bei Chrysler Firmenintern den 2010 geschlossenenen Standort in Detroit.
Die Viper ist zurück im Schlangennest - so bezeichnet man bei Chrysler Firmenintern den 2010 geschlossenenen Standort in Detroit.
Die Viper ist zurück im Schlangennest. Chrysler baut ab Ende 2012 wieder den Dodge Viper in der alten Produktionsstätte in Detroit und stellt dafür 150 Mitarbeiter ein. Noch 2010 musste das Werk geschlossen werden, doch nun soll der Betrieb wieder losgehen.

New York. Der US-Autobauer Chrysler will ein im Sommer 2010 stillgelegtes Werk in Detroit wieder in Betrieb nehmen. In der Fabrik solle der Sportwagen Viper gebaut werden, dafür würden knapp 150 Mitarbeiter benötigt, die überwiegend aus der ehemaligen Belegschaft des Werks rekrutiert werden sollten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Das neue Viper-Modell solle Ende 2012 auf den Markt kommen. Zwischen 1995 und 2010 wurden in der Fabrik, die firmenintern auch "das Schlangennest" genannt wird, rund 22.000 Viper-Sportwagen von Hand montiert. Im Juli 2010 wurde die Produktion ausgesetzt, zeitweilig überlegte Chrysler, die Herstellung des bis zu 300 Stundenkilometer schnellen Wagens ganz einzustellen. Letztendlich entschloss sich Chrysler, das inzwischen vom italienischen Fiat-Konzerns kontrolliert wird, aber für ein neues Modell.

Im Zuge der Wirtschaftskrise hatte die US-Autobranche 2009 einen herben Einbruch erlebt. Chrysler und General Motors mussten vorübergehend Insolvenz anmelden und Staatshilfen in Milliardenhöhe annehmen. (afp)