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Chevrolet Captiva Test – Kompakt-SUV zum Cruisen

Chevrolet Captiva Test – Kompakt-SUV zum Cruisen

Essen. Bei den Verkaufszahlen kann der Chevrolet Captiva zwar nicht mit der erfolgreichen Konkurrenz wie Audi Q3, VW Tiguan oder Dacia Duster mithalten. Dafür verkauft sich das Kompakt-SUV deutlich besser als das Schwestermodell Opel Antara. Wo der Captiva noch punkten kann, zeigt der Test.

Der Chevrolet Captiva wird zwar in Korea gefertigt, sein Aussehen ist aber eindeutig vom amerikanischen General-Motors-Konzern beeinflusst. Eine bullige Front mit großem, zweiteiligem Kühlergrill lassen ihn weniger dynamisch, dafür aber umso amerikanischer auftreten. Optisch kann das Kompakt-SUV daher im Vergleich mit dem Rüsselsheimer Schwesternmodell Opel Antara durchaus überzeugen.

Der äußere Eindruck setzt sich im Innenraum fort: So bullig er von außen wirkt, so viel Platz hat er im Inneren zu bieten. Im 4,70 Meter langen, geländetauglichen Fahrzeug haben bis zu sieben Personen Platz, obgleich die zusätzliche dritte Sitzreihe eigentlich nur Kindern zumutbar ist. Dafür bieten alle anderen Sitzplätze eine mehr als ausreichende Kopf- und Beinfreiheit. Dennoch fallen auch zwei Dinge am Interieur des Chevrolet Captiva negativ auf: Der übermäßige Einsatz von Kunststoff erzeugt nicht gerade einen wertigen Eindruck und das Entertainment-System scheint technisch noch nicht ganz ausgereift und lässt sich nur umständlich bedienen.

Angetrieben wird das Testfahrzeug von einem 2,2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 184 PS – die höchstmögliche Motorisierung unter den erhältlichen Dieselmodellen. Der Selbstzünder macht einen soliden Eindruck. Er beschleunigt das 1,9 Tonnen schwere Testfahrzeug kraftvoll und mühelos. Bei niedrigen Drehzahlen ist er zwar etwas brummig, doch bei Autobahnfahrten mit bis zu 200 Stundenkilometern entsteht keine aufdringliche Geräuschkulisse im Wageninneren. Die Lenkung, die ein wenig direkter sein könnte, und das gut abgestimmte Fahrwerk bekräftigen den Eindruck, dass es sich um ein solides Fahrzeug zum Cruisen handelt.

Der getestete Chevrolet Captiva ist nicht übermäßig dynamisch, das will das Kompakt-SUV aber auch gar nicht sein. Mit einem großzügigen Platzangebot, einem hohen Alltagsnutzen, einer soliden Fahrleistung und einem günstigen Preis will es der Konkurrenz Druck machen. Das Basismodell Chevrolet Captiva LS ist bereits ab 25.690 Euro erhältlich und dabei umfangreich ausgestattet, für den günstigsten Opel Antara müssen mindestens 27.820 Euro bezahlt werden. Die getestete Diesel-Variante des Chevrolet Captiva ist ab 34.930 Euro verfügbar. Serienmäßig dabei sind dann unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine elektronische Klimaanlage, ein Regensensor sowie Sitzheizung für die vorderen Plätze.

2012-12-11 10:29:56.0