Bodo Buschmann adelte Autos

Trauer um den Brabus-Gründer und Senior-Chef Bodo Buschmann. Foto : Heinrich Jung / FUNKE Foto Services
Trauer um den Brabus-Gründer und Senior-Chef Bodo Buschmann. Foto : Heinrich Jung / FUNKE Foto Services
Foto: Heinrich Jung

Brabus – das steht mehr denn je für XXL-Motorisierungen von derzeit bis zu 730 PS mit mehr als 360 km/h im Brabus Bullit auf Basis der C-Klasse. Egal, ob Mercedes A-Klasse, S-Klasse oder sogar Mercedes Sprinter – alles bekommt bei Bodo Buschmann in Bottrop noch mehr Pepp. Und seit 2002 gibt es das Joint-Venture Smart-Brabus GmbH mit Daimler.

Werkstuner von Bugatti

Doch Buschmann hat nicht immer nur in Mercedes gemacht. 1994 wurde Brabus offiziell Werkstuner von Bugatti. Die Edel-Ehe währt nur so lange, bis sich VW den Supersportwagen-Hersteller einverleibte.

Den Grundstein zum weltweit größten unabhängigen Tuner der Welt hatte der Sohn eines Mercedes-Händlers als 22-Jähriger zusammen mit seinem Kommilitonen Klaus Brackmann gelegt, der schnell wieder aus dem Unternehmen ausstieg – nachdem er die erste Silbe zum Namen Brabus eingebracht hatte.

Kunden in Saudi-Arabien

Von da an ging es für Buschmann steil bergauf. Hochwertige Multimedia-Anlagen installierte der umtriebige Lockenkopf für die Kundschaft aus Deutschland und Saudi-Arabien ebenso wie er protzige Felgen montierte und leistungsstarke Motoren einbaute. Heute hören ihm nicht nur seine 350 Mitarbeiter der Brabus GmbH zu, sondern auch die Studenten der Technischen Universität Sofia. Dort unterrichtet Buschmann seit 2006 als Honorar-Professor.

Obwohl Brabus in Bottrop samtliche Modelle aus dem Hause Daimler veredelt, stieg der stets gut in schwarzen Nobel-Anzügen gekleidete Bodo Buschmann selten in eine getunte S-Klasse oder in einen aufgemotzten Maybach. Der schwergewichtige Tuning-Hochschullehrer h.c. bevorzugte einen Kleinwagen. „Ich fahre meist den Smart. Damit bekomme ich einfach immer einen Parkplatz”, so der erfolgreichste Tuner Deutschlands.

 
 

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