ADFC rät zu sofortiger Anzeige bei Fahrraddiebstahl

Opfern eines Fahrraddiebstahls rät der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), dies sofort bei der Polizei anzuzeigen, um den Versicherungsschutz zu erhalten. Häufig reiche die Anzeige bei der Polizei, der Versicherung müsse man lediglich darlegen, dass das gestohlene Fahrrad nicht innerhalb einer Drei-Wochen-Frist aufgefunden werden konnte, erklärt der ADFC in Bremen.

Bremen (dapd). Opfern eines Fahrraddiebstahls rät der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), dies sofort bei der Polizei anzuzeigen, um den Versicherungsschutz zu erhalten. Häufig reiche die Anzeige bei der Polizei, der Versicherung müsse man lediglich darlegen, dass das gestohlene Fahrrad nicht innerhalb einer Drei-Wochen-Frist aufgefunden werden konnte, erklärt der ADFC in Bremen unter Berufung auf ein Urteil des Amtsgerichts Schweinfurt (Aktenzeichen: 3 C 642/04).

Wenn ein gestohlenes Fahrrad wieder auftauche, nachdem die Versicherung die Entschädigung gezahlt habe, müsse die Versicherungsgesellschaft schriftlich benachrichtigt werden, sagt ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn: "Nach den Bedingungen der Hausratversicherung hat man die Wahl, ob man die Entschädigung zurückzahlt oder der Versicherung das wiedergefundene Fahrrad zur Verfügung stellt."

Wenn sich ein Fremder am eigenen oder geliehenen Rad zu schaffen mache, darf man laut Huhn den Dieb notfalls mit Gewalt davon abhalten, das Schloss zu zerschneiden und das Fahrrad mitzunehmen. "Sicherer ist es aber, die Polizei anzurufen und nur dann aktiv zu werden, wenn diese nicht rechtzeitig eintrifft", rät Huhn. Man dürfe den Täter auch verfolgen, um das Rad zurückzuerlangen.

Im vergangenen Jahr wurden Huhn zufolge bundesweit 328.748 Fahrraddiebstähle angezeigt. Jedes fünfte gestohlene Fahrrad sei nicht durch ein Schloss gesichert gewesen.

dapd

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