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Stadt Dortmund wegen „Rampe II“-Aus in der Kritik – doch jetzt kommt alles anders! „Trifft nicht zu“

Stadt Dortmund wegen „Rampe II“-Aus in der Kritik – doch jetzt kommt alles anders! „Trifft nicht zu“

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© IMAGO / Shotshop

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Mit dem Projekt „Rampe II“ reagierte die Stadt Dortmund im Februar 2018 auf den tragischen Tod eines 15-jährigen Mädchens in einem Parkhaus in Hörde. Die Kooperation zwischen dem DJK Sportverband Diözesanverband Paderborn, der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Dortmund und dem Jugendamt der Stadt Dortmund betrieb aufsuchende Jugendarbeit rund um den Hörder Bahnhof.

Das Projekt wurde aus Mitteln der Stadt Dortmund in Höhe von 570.500 € für drei Jahre finanziert, dann um ein Weiteres verlängert. Dann stand es vor dem Aus. Unter Anwohnern Dortmunds führe das zu einem Aufschrei. Aber nun stellt sich heraus: Rampe II wird gar nicht eingestampft!

Dortmund: Beliebtes Projekt stand vor dem Aus – jetzt folgt die Kehrtwende!

Im Rahmen des Projekts „Rampe II“ gingen Streetworker auf Jugendliche zu, die sich in Hörde aufhielten. Wie die Stadt Dortmund es heute ausdrückt, war der Grund, die „schwierige Situation nach dem Vorfall im Hörder Parkhaus“ in den Griff kriegen zu wollen. Nach dem tragischen Tod der 15-Jährigen, die im Rahmen einer Auseinandersetzung mit anderen Jugendlichen mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt wurde und verstarb, seien viele jungen Menschen „emotional aufgewühlt“ gewesen. Man habe qualifizierte Ansprechpersonen bereitstellen wollen. „Die aufsuchende Jugendarbeit sollte die Lage beruhigen und deeskalierend wirken“, so eine Sprecherin der Stadt gegenüber DER WESTEN.

Seit einigen Monaten herrscht jedoch Aufregung in Dortmund, denn diverse Medien und Bürger berichteten davon, dass das Projekt „Rampe II“ vor dem Aus stünde. „Lokalkompass.de“ beispielsweise, eine Online-Plattform der WVW Anzeigenblätter, veröffentlichte unter dem Titel „Die Jugendeinrichtung Rampe II leistet gute Jugendarbeit vor Ort und soll doch geschlossen werden!“ einen Appell. Die Rampe leiste großartige Arbeit und müsse bleiben.

Das scheint gefruchtet zu haben – oder die Sorge, das Projekt könne endet, war ohnehin unbegründet. Auf Nachfrage zur Zukunft von Rampe II“ gab die Stadt nämlich eine überraschende Antwort: „Es trifft nicht zu, dass das Projekt Rampe II vor dem Aus steht“.

Dortmund: „Rampe II“ ist eine wichtige Anlaufstelle für Jugendliche – das soll auch so bleiben

Das Ziel, jungen Menschen bei Problemen eine Anlaufstelle zu bieten und die Lage in dem Problem-Bezirk zu deeskalieren, sei von Mitarbeitenden des Projekts Rampe II erfolgreich umgesetzt worden. Aus diesem Grund habe der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (AKJF) im August 2021 die Verlängerung des Projektes um ein weiteres Jahr bis Mitte Oktober 2022 beschlossen. Und auch danach sei nicht Schluss.

In der AKJF-Sitzung im Juni habe das Projekt erneut auf der Tagesordnung gestanden, so die Stadt. „Das Jugendamt stellte in dieser Sitzung auch seine Evaluation des Projekts vor, verbunden mit einer Empfehlung für die Weiterentwicklung des Projekts. In dieser Sitzung sei von der Politik beschlossen worden, Rampe II in Hörde fortzuführen – wenn auch nur mit anderthalb statt zweieinhalb Stellen – „und eine Stelle für die konzeptionelle Weiterentwicklung der aufsuchenden Arbeit stadtweit vorzusehen.“

Stadt Dortmund weiter Jugendarbeitet im Rahmen von Rampe II“ auf weitere Stadtteile aus

Ein Träger-Auswahlverfahren dafür sei inzwischen in Vorbereitung. „Die Weiterentwicklung des Konzepts mit Blick auf die gesamte Stadt hängt damit zusammen, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit nicht nur innerhalb ihres Quartiers aufhalten. Sie suchen wechselnde Standorte in der gesamten Stadt auf, die aktuell besonders angesagt sind.“ Immer wieder gäbe es Meldungen aus allen Bezirken, dass Jugendliche im öffentlichen Raum auffielen, so die Begründung für die Entscheidung. Hier solle das weiterentwickelte Konzept ansetzen.

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Somit ist klar: „Rampe II“ geht weiter – wenn auch in anderer Form als bisher! (alp)