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Barbara Schöneberger: Bei diesem Anblick schrillen die Alarmglocken – „Habe so einen Schock gehabt“

Barbara Schöneberger: Bei diesem Anblick schrillen die Alarmglocken – „Habe so einen Schock gehabt“

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Barbara Schöneberger engagiert sich gemeinsam mit „Blaue Helden“ für den Meeresschutz. Was sie dazu bewegt, hat sie im Interview verraten. Foto: Blaue Helden

Im Kampf gegen den Klimawandel hat sich Moderatorin Barbara Schöneberger mit den Start-up-Gründern von „Blaue Helden“, dem Hersteller nachhaltiger und umweltfreundlicher Reinigungstabs, zusammengetan. Mit der Alternative zu chemischen Reinigungsmitteln will die 47-Jährige das Kunststoffaufkommen sowie den CO2-Verbrauch in deutschen Haushalten reduzieren.

Im Interview mit dieser Redaktion berichtet Barbara Schöneberger von dem erschreckenden Moment, in dem es bei ihr persönlich „Klick“ gemacht hat und wieso sie deshalb nur noch Putz-/Spülmittel, Allzweck-, Bad- und Glasreiniger in Form von Tabs, die lediglich mit Hilfe von Wasser verflüssigt werden, verwendet.

Liebe Barbara, du bist in deinem Job sehr viel unterwegs. Kommst du dabei überhaupt noch dazu, selbst zu putzen oder hilft dir jemand im Haushalt?

Ich bin nicht diejenige, die die Besteckschublade einmal im Monat reinigt, das lasse ich tatsächlich machen, aber ich bin der große Oberflächen-Wischer. Mein Haushalt ist schon eher Hotelbetriebs-ähnlich. Es gibt viele Leute, die da eingebunden sind, und auch Gäste, die da für längere Zeit wohnen. Gerade haben wir ein junges Mädchen bei uns wohnen und so eine 18-Jährige versteht unter einer sauberen Küche natürlich nochmal etwas ganz anderes als ich. Weil ich dann aber auch nicht spießig sein will, wische ich dann selbst nochmal nach. Und dazu habe ich immer Zeit. Ich bin ja auch viel mehr zu Hause, als es sich die Leute vorstellen.

Handelt es sich bei deinen Dauergästen dann um Verwandte oder Bekannte?

Alles Mögliche. Also die, die jetzt bei uns wohnt, kannten wir noch nicht einmal. Ich find’s immer gut, junge Leute im Haus zu haben. Und man sieht die auch kaum. Die geht morgens aus dem Haus, kommt nachts um 3 Uhr wieder und sagt: „Berlin is great!“

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Das ist Barbara Schöneberger:

  • Barbara Schöneberger wurde am 5. März 1974 in München geboren
  • Zusammen mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch moderiert sie „Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show“
  • Zudem moderiert Barbara Schöneberger stets den Vorentscheid zum ESC und die Liveshow aus Hamburg
  • Im Frühjahr 2022 wird sie zur neuen Moderatorin von „Verstehen Sie Spaß?“

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Du bist Mutter von zwei Kindern im Alter von 8 und 11 Jahren. Was halten die davon, dass ihre Mama eine „Blaue Heldin“ ist?

Kinder interessieren sich ja naturgemäß – wie wir auch bei „Fridays for Future“ sehen – wahnsinnig für dieses Thema, weil für die natürlich ganz klar ist, dass wir uns unser schönes Leben nicht kaputtmachen wollen. Wenn man einem Kind einmal die volle Mülltüte gezeigt hat und sagt: „Guck mal, das ist der Plastikmüll von nur einer Woche und jetzt stell dir mal vor, was da im ganzen Viertel oder der ganzen Welt zusammenkommt.“ Das versteht, glaube ich, jeder.

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Ist „Fridays for Future“ auch ein Thema bei euch zu Hause?

Noch nicht, dafür sind die noch zu klein. Ich hatte das letztens mal angesprochen und bekam das Gefühl, dass sie beide der Sache sehr zugetan wären, aber weniger inhaltlich, als dass man freitags nicht in die Schule geht. Das Konzept hat beiden sehr, sehr gut gefallen. Der inhaltliche Grund dafür war ihnen jetzt eher zweitrangig.

Was war dein persönlicher „Aufwach“-Moment, in dem du realisiert hast: Jetzt muss etwas gegen den Klimawandel unternommen werden?

Ich war vor ganz langer Zeit in Asien und dort haben wir uns auf einem Boot mit Glasboden Korallen angesehen. Wir waren dort mit vielen verschiedenen Nationen und da waren sehr viele Leute dabei, die haben Cola oder Fanta getrunken und Sachen gegessen, und die haben ihren ganzen Müll einfach ins Meer hinter sich geworfen, während wir über diese Korallen fuhren. Da habe ich so einen Schock gehabt. Dann fuhren wir zu einem Fischerdorf und auch das war voller Müll!

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Du sagst: „Man kann die Welt nicht auf einen Schlag perfekt machen.“ Auf welche Kleinigkeiten achtest du, damit diese Welt ein besserer Ort wird?

Wir essen zu Hause aus Umweltgründen fast kein Fleisch mehr. Und mein Mann, das habe ich bei Instagram gesehen, schaut sich jetzt jeden Tag an, wie türkische Köche große Stücke Fleisch zerschneiden und auffächern, weil er es offensichtlich so sehr vermisst. Ich finde es so süß, dass er es eben nachholt, indem er sich anguckt, wie andere Leute Fleisch essen. Dafür isst er keins mehr.

Eine interessante Entwicklung.

Ich fände es nur richtig, wenn in deutschen Kantinen ein vegetarischer Tag pro Woche eingeführt werden würde. Das sind Schritte in die richtige Richtung. Wenn ich in der Regierung wäre, würde ich das einfach durchdrücken. Wir werden zu einem Punkt kommen, wo man nicht mehr selbst entscheiden kann, wie viel Fleisch man isst, sondern das wird einem dann entweder zugeteilt oder du musst unendlich viel Geld ausgeben, sodass es wirklich eine Besonderheit bleibt.