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Dortmund: Mehrere Blindgänger in Innenstadt entdeckt – nun droht die Evakuierung von Tausenden Anwohnern

Dortmund: Mehrere Blindgänger in Innenstadt entdeckt – nun droht die Evakuierung von Tausenden Anwohnern

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In diesem Radius könnte die Evakuierung in Dortmund erfolgen. Foto: Stadt Dortmund

Dortmund. 

In Dortmund sind in einer Großbaustelle mindestens drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Ein vierter ist noch nicht bestätigt worden.

Das erfordert eine Evakuierung – und das mitten in der Innenstadt von Dortmund.

Dortmund droht Evakuierung von Tausenden Anwohnern mitten in der Innenstadt

Die Stadt Dortmund teilte mit, dass man sich nicht hundertprozentig sicher sei, es gebe vier Verdachtspunkte.

Die Evakuierung müsse trotzdem als Vorsichtsmaßnahme stattfinden.

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Die Großbaustelle liegt am Schwanenwall, mitten in der Innenstadt. Wie viele Menschen betroffen sein werden, ist noch nicht klar. Es werde sich aber um mehrere Tausend Anwohner handeln.

Tausende Anwohner werden evakuiert werden müssen

Der Außenring des Schwanenwalls ist zwischen Hamburger Straße und Geschwister-Scholl-Straße derzeit komplett gesperrt. Dort finden aktuell Arbeiten an der Fernwärmeleitung statt. Parallel haben Ordnungsamt und Kampfmittelbeseitigungsdienst dort Probebohrungen an vier Verdachtspunkten unternehmen lassen.

An drei Punkten hat sich der Verdacht auf Blindgänger erhärtet. Ob es sich dabei tatsächlich um Kampfmittel handelt, ist aber noch nicht geklärt.

Das bedeutet vorerst, dass der Boden rund um diese Punkte vorsichtig aufgegraben werden muss, um Gewissheit zu bekommen und im Fall eines Fundes entschärfen zu können. An einem Punkt müssen noch Sondierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Dennoch wird es zu einer großflächigen Evakuierung kommen. Diese soll aber nach Angaben der Stadt nicht sofort passieren.

Evakuierung soll geplant ablaufen und an einem Tag beendet sein

Wenn möglich, soll sie geplant und an einem Tag geschehen, sodass die Menschen vorab sich darauf vorbereiten können. Die Stadt hat einen möglichen Termin genannt, an dem dies möglich sein könnte: der 15. August, ein Sonntag.

Ob es bei diesem Datum bleibt, ist noch nicht geklärt. Klar ist nur, dass der Kampfmittelbeseitungsdienst an einem Tag dann alle vier „Verdachtspunkte“ untersuchen und im besten Falle entschärfen muss. Das sei das Maximum, dass die Mitarbeiter an einem Tag schaffen können.

Betroffene Anwohner und Anwohnerinnen erhalten entsprechende Handzettel in den Postkästen. Aber auch Gastronomiebetriebe, Hotels etc. werden zielgerichtet informiert. (fb)