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Flughafen Düsseldorf spricht Machtwort nach Chaos-Start: „Nicht akzeptabel“

Flughafen Düsseldorf spricht Machtwort nach Chaos-Start: „Nicht akzeptabel“

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Am Flughafen Düsseldorf brach bei einer Airline am Wochenende das blanke Chaos aus. Jetzt droht der Flughafen mit Konsequenzen. (Symbolfoto) Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Düsseldorf. 

Ausgefallene Flüge, mangelnde Kommunikation und Chaos an allen Ecken und Enden: Das erste Ferienwochenende hätte am Flughafen Düsseldorf für Flugreisender der Airline Pegasus besser laufen können.

In einem Schreiben fällt der Chef des Flughafen Düsseldorf, Thomas Schnalke, ein hartes Urteil über die Airline und droht mit Konsequenzen.

Flughafen Düsseldorf: Chaos für Türkei-Reisende am ersten Ferienwochenende

Den Start in ihre Sommerferien haben sich viele Reisende der Airline Pegasus bestimmt ganz anders vorgestellt. Am ersten Ferienwochenende musste die Fluggesellschaft fünf ihrer Flüge vom Flughafen Düsseldorf streichen, sechs weitere wurden kurzerhand an andere Flughäfen verlegt.

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Das ist der Flughafen Düsseldorf:

  • Eröffnung am 19. April 1927
  • der „Düsseldorf Airport“ (DUS) zählt mit rund 25 Millionen Passagieren zu den Top 3 der verkehrsreichsten Flughäfen Deutschlands (nach Frankfurt a.M. und München)
  • 77 Fluggesellschaften verbinden ihn mit über 200 Zielen in etwa 55 Ländern
  • wichtigster Flughafen in NRW
  • hat mit einer Höhe von 87 Metern den höchsten Tower Deutschlands

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In Anbetracht von insgesamt 17 Flügen die am Freitag und Samstag von Düsseldorf aus starten sollten, eine miserable Quote.

Flughafen Düsseldorf: Geschäftsführung ist fassungslos

Zumal die Fluggäste nur unzureichend über ihre Lage vor Ort von der Airline informiert wurden. Die Lage eskalierte so sehr, dass Einsatzkräfte der Bundespolizei am Schalter von Pegasus eingreifen mussten. (Wir berichteten>>>)

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Nun macht der CEO des Flughafen Düsseldorf in einer Pressemitteilung deutlich, dass allein Pegasus für das Chaos verantwortlich sei: „Der Flughafen Düsseldorf kann auf diese Abläufe keinen Einfluss nehmen. Seit jeher gilt die Arbeitsteilung, dass die Airlines für die operativen Handling-Prozesse verantwortlich sind, und der Flughafen die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellt.“

Flughafen Düsseldorf sieht Airline in der Verantwortung

Der Flughafen habe Pegasus am Freitag eine ganze Sektion zur Abfertigung ihrer Passagiere bereitgestellt. „Leider hatte die Airline nicht in ausreichendem Maße bzw. zeitweise gar kein Personal, um diese Schalter zu besetzen. Und leider war kein Vertreter der Airline vor Ort, um mit den Passagieren zu kommunizieren“ schreibt Schnalke weiter.

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Insbesondere die mangelhafte Kommunikation der Fluggesellschaft mit ihren Kunden kritisiert Schnalke hart. Sie sei „nicht akzeptabel“ und sei in dieser Form am Flughafen Düsseldorf „noch nie vorgekommen.“

Flughafen Düsseldorf: Airline weist Schuld von sich

Pegasus Airlines sieht hingegen keine Schuld bei sich liegen. Auf Anfrage von DER WESTEN sagt die Fluggesellschaft, dass sie jemand anderen in der Pflicht sehe: „Obwohl das dort ansässige Handling-Unternehmen, mit welchem wir unter Vertrag stehen, seit über einem Monat über die Flüge informiert ist und diese auch bestätigt waren, kam es am bei dem Ausführungsunternehmen zu personellen Engpässen.“

Zudem wäre es krankheitsbedingt zu zwölf unkalkulierbaren Ausfällen bei den Mitarbeitern gekommen.

Flughafen Düsseldorf: CEO verspricht Folgen für die Airline

„Die Versäumnisse von Pegasus Airlines werden Folgen haben“, heißt es weiter. Der Geschäftsführer des Flughafens mache sich „große Sorgen um die operative Handlungsfähigkeit dieser Fluggesellschaft.“

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Zwar habe man schon Hilfe angeboten und den Kontakt zwischen Airline und einem externen Dienstleister vermittelt, um die Probleme zu lösen, für den CEO steht jedoch fest: „Eine Airline, die von und nach Düsseldorf fliegt, muss ihren operativen Verpflichtungen nachkommen. Sonst gehört sie nicht an unseren Airport.“ (kk)