Suppi Huhn will möglichst viele Kinder zum Singen bringen

Katrin Martens
Wenn Suppi Huhn (im schwarzen T-Shirt) in einer Grundschule auftritt, um gemeinsam Musik zu machen, ist immer richtig was los. Hier bewegen sich die Schüler der Grundschule Niedernetphen zur Musik.
Wenn Suppi Huhn (im schwarzen T-Shirt) in einer Grundschule auftritt, um gemeinsam Musik zu machen, ist immer richtig was los. Hier bewegen sich die Schüler der Grundschule Niedernetphen zur Musik.
Foto: WP
Der Musiker aus der Stadt Mülheim macht viel Musik mit Schülern. Er reist durchs Land, besucht Grundschulen und nimmt mit den Kindern CDs auf. Außerdem tritt er mit den „Kinderkönigen“ auf Festen und Veranstaltungen auf. Er sagt: „Beim Singen entsteht ein tolles Gemeinschaftsgefühl!“

„Wir öffnen unser Herz und sehen eine andere Welt, in der die Menschen sich lieben.“ Das singen seit Jahren ganz viele Kinder in den Grundschulen bei uns in Nordrhein-Westfalen. In dem Lied geht es darum, dass es doch ganz egal ist, aus welchem Land andere Kinder kommen, Hauptsache, man hat Spaß miteinander und versteht sich.

Tolles Gemeinschaftsgefühl entsteht

Der Mülheimer Musiker Rudolf „Suppi“ Huhn hat das Lied geschrieben. Er sagt: „Ich möchte ganz viele Kinder dazu bringen zu singen. Das ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl.“

Am „!SING Day of Song“ (übersetzt: Tag des Liedes) (27. September) werden überall im Land Lieder angestimmt. Suppi Huhn macht so etwas das ganze Jahr über. Er fährt mit viel Technik im Gepäck zu den Grundschulen, singt mit den begeisterten Kindern und nimmt am Schluss oft eine CD auf. In den letzten Jahren hat er auf diese Weise 50 Schulen besucht – in Bochum, Kleve, Düsseldorf, Rheinberg, Köln, Mülheim und Essen, aber auch im Sauerland, zum Beispiel in Brilon und Arnsberg, oder anderswo in Nordrhein-Westfalen.

Alle Menschen gehören zusammen

Ein Lied über „Inklusion“ ist im Moment immer dabei. In „Bunt wie ein Regenbogen“ geht es darum, dass alle Menschen zusammengehören und dass man niemanden ausschließen sollte – zum Beispiel, weil er eine Behinderung hat. „Das Thema Inklusion finde ich sehr wichtig“, sagt Suppi Huhn. Er singt aber auch gern Lieder, in denen es über den Übergang zwischen Kindergarten und Schule geht. „Der erste Schultag! Das bedeutet vor allem: ganz viele fremde Menschen. Da braucht man irgendwo Stabilität“, sagt er. Bei ihm war das damals seine Oma.

Bevor Suppi Huhn mit einer Schule eine CD aufnimmt, kommt er zu einem Pausenkonzert vorbei. Dabei bekommen alle Klassen eine CD mit Übungen zu den Liedern, die aufgenommen werden sollen. Wenn das Album dann fertig ist, wird es für zehn Euro verkauft. Darüber wird die Aktion bezahlt. Es gibt aber auch Sponsoren, zum Beispiel den Lions Club Mülheim oder den Club Soroptimist International in Düsseldorf, die das Geld für die CD-Aufnahme geben. Dann können die CDs an alle Kinder verschenkt werden. „Das Schönste ist, wenn mir die Kinder zum Abschluss selbstgemalte Bilder schenken“, erzählt Suppi Huhn. Ein paar davon schaffen es aufs Cover der CDs.

Kinder sagen, was sie sich wünschen

Mit den „Kinderkönigen“ – das sind zehn Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren – singt Suppi Huhn außerdem regelmäßig auf Festen und Veranstaltungen. Am Sonntag (28. September) steht er mit den Kindern zum Beispiel beim Internationalen Treff in Mülheim auf der Bühne. Mit dabei sind auch Markus Wienstroer (Gitarre und Geige) und Hürseyit Özmeral (Baglama). „Mit Kindern zu singen, bedeutet immer auch: Der Platz vor der Bühne ist voll“, sagt Suppi Huhn. Denn viele Eltern und Großeltern schauen zu.

Sein neuestes Projekt: Lieder zum Thema Gesundheit. „Dabei geht’s um Ernährung, Bewegung und Entspannung“, sagt der Musiker. Bevor er anfängt zu komponieren, fragt er immer auch Kinder, was sie sich wünschen. Über seine Texte denkt er sehr lange nach, zum Beispiel, wenn er mit Inlinern um den Essener Baldeneysee fährt. Sein fünftes CD-Album soll 2015 herauskommen.