Lea van Acken spielt in „Kreuzweg“ ihre erste große Rolle

Maria (Lea van Acken, links) und ihre Freundin.
Maria (Lea van Acken, links) und ihre Freundin.
Foto: WAZ
Im Kinofilm „Kreuzweg“ spielt die 15-jährige Lea van Acken ein Mädchen, das extrem streng katholisch erzogen wird. Für Lea ging mit der Hauptrolle ein Traum in Erfüllung. Sie ist auch katholisch, aber bei ihr zu Hause ist „alles viel lockerer“, sagt sie im Interview.

In einem echten Kinofilm mitzuspielen – das ist für junge Schauspieler ein großer Traum. Für Lea van Acken ging er in Erfüllung. Die 15-Jährige ist in dem Kinofilm „Kreuzweg“ zu sehen. Sie spielt die Hauptrolle. In „Kreuzweg“ geht es um ein junges Mädchen. Marias ganzes Leben ist von Religion und Kirche bestimmt. Das ist für Maria sehr schwer. Im Interview erzählt Lea von den Dreharbeiten:

Wie kamst du an die Rolle?
Ich bin in einer Schauspielagentur in Berlin. Dadurch werden mir Castings vermittelt. Ich habe für diesen Film ein E-Casting (gesprochen: i-kasting) gemacht. Da wird man gefilmt – von Freund, Mama, Papa. Man stellt sich kurz vor und spielt etwas. Ich habe eine Szene gespielt, in der ich mit Gott spreche. Dem Regisseur gefiel das Video. Dann wurde ich eingeladen und noch mal live angeschaut.

Wie hast du dich auf die Rolle der Maria vorbereitet?
Ich habe das Drehbuch genauestens gelesen. Dann hab ich mir überlegt, wie Maria ist: ein unsicherer Mensch, der in sich selbst gefangen ist und unter zu vielen Einflüssen von außen steht: der Mutter, der Kirche. Dann hab ich überlegt, was für eine Körperhaltung so ein Mensch wohl hat: die Schultern nach vorn und den Kopf nach unten gesenkt. So bin ich im Film viel gebeugt.

Hast du dich auch mit Religion extra noch mal beschäftigt?
Ich bin selbst auch katholisch und bereite mich gerade auf meine Firmung vor. Von daher wusste ich schon ein paar Sachen. Auch Maria bereitet sich in dem Film auf ihre Firmung vor. Aber bei ihr in der Firmgruppe und in der Familie wird Religion streng und hart vermittelt. Das ist bei mir ganz anders! Es ist sehr viel lockerer.

Fällt es dir leicht, Text zu lernen?
Ja, zum Glück ist mir das leicht gefallen. Ich hab mir alles immer wieder durchgelesen und dann auch mit meinen Eltern geübt. Es war beim Drehen aber auch nicht schlimm, wenn ich mal ein anderes Wort gesprochen habe, als im Drehbuch steht.

Was war toll an den Dreharbeiten?
Eigentlich alles. Es war ja alles ganz, ganz neu für mich. Und das Team war auch total lieb. Obwohl es ein ernster Film ist, haben wir in den Pausen, bis gedreht wurde, immer noch Spaß gemacht und gelacht.

Wie war es, als du zum ersten Mal den fertigen Film gesehen hast?
Cool! Das war ganz spannend. Ich hab mich noch nie auf einer Kinoleinwand gesehen. Im ersten Moment dachte ich: Oh Gott, wie hört sich meine Stimme an? Warum rede ich so komisch? Aber ich fand’s toll, ja!

Der Film „Kreuzweg“ ist ab 12 Jahren freigegeben.

 
 

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