Kirchen-Chef bekommt wichtigen Preis überreicht

Große Bilder von alten Geschichten schmücken die Wände des Saales. Einige Menschen sitzen auf Stühlen und hören Reden zu. Darunter ist auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Mann, um den sich an diesem Tag alles dreht, sitzt auf einem Podest. Er trägt ein weißes Gewand und ein weißes Käppchen auf dem Kopf. Es ist Papst Franziskus, der Chef der katholischen Kirche.

Am Freitag bekam der Papst einen wichtigen Preis: den Karlspreis. Damit ehrt die deutsche Stadt Aachen Menschen, die sich besonders für ein vereintes Europa einsetzen. Die Leute, die über die Vergabe des Preises entscheiden, fanden: Papst Franziskus macht das. Er forderte etwa in einer Rede die Europäer dazu auf, zusammenzuhalten - auch in schwierigen Zeiten.

Meist überreicht der Bürgermeister von Aachen den Karlspreis in der Stadt in Nordrhein-Westfalen. Doch in diesem Jahr kamen alle Leute zum Papst nach Rom. Genauer gesagt: in den Vatikanstaat. Das ist ein Mini-Staat, der in Italiens Hauptstadt Rom liegt.

Bei der Verleihung sprachen einige wichtige Politiker aus verschiedenen europäischen Ländern. Sie lobten Franziskus dafür, dass er die Menschen in Europa immer wieder daran erinnert: Geht friedlich und mit Respekt miteinander um!

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt am Freitag keine Rede. Aber sie sprach vor der Preisverleihung mit dem Papst. Worum es dabei ging, wurde erst einmal nicht verraten. Die Kanzlerin freute sich auf jeden Fall über ein Geschenk des Papstes: Er gab ihr am Ende des Gesprächs einen Friedensengel. Dazu sagte Angela Merkel: "Den können wir gut gebrauchen in Europa."

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