Kinder haben das Recht zu spielen

Die ActionKidz in der Schalke-Arena.
Die ActionKidz in der Schalke-Arena.
Foto: FUNKE Foto Services
Zum „Welttag gegen Kinderarbeit“ gab’s eine Aktion auf Schalke. Die Kindernothilfe und die„ActionKidz“ wollen Jungen und Mädchen in armen Ländern helfen

Margarita ist erst neun Jahre alt, doch schon jetzt muss sie arbeiten wie eine Erwachsene. Das Mädchen lebt in Cajamarca, einer Stadt in dem Land Peru. Dort schlägt sie Steine, vermischt sie mit Wasser und einem lehmigen Boden. Die Arbeit ist anstrengend und sie muss aufpassen, dass ihr die großen Steine nicht auf die Füße fallen. Im schlimmsten Fall kann die Arbeit ihre Haut und ihre Organe krank machen. „Ich bin traurig, kann nicht spielen und habe keine Zeit mit meiner Familie“, sagt Margarita.

So wie dem Mädchen geht es vielen Kindern in Peru und in anderen armen Ländern. Weltweit gibt es 168 Millionen Kinder, die in Minen, auf Kaffeeplantagen oder in Steinbrüchen arbeiten. Das Geld der Eltern reicht nämlich nicht zum Überleben. Oft sind die Aufgaben viel zu schwer und zu anstrengend.

Shary Reeves ist mit dabei

Das darf nicht so bleiben, findet die Kindernothilfe. Zusammen mit den „ActionKidz“ setzt sich die Organisation deshalb gegen Ausbeutung ein. Die „ActionKidz“ sind Schulklassen, Sportvereine oder Kirchengruppen, die Spenden für die Jungen und Mädchen sammeln. „Man muss mal deren Leben mit unserem vergleichen. Uns geht es so viel besser“, sagt Pelin (13) von dem Cecilien-Gymnasium in Düsseldorf. Sie war mit ihrer Klasse gestern in der Arena „Auf Schalke“, um auf die Aktionen der „ActionKidz“ aufmerksam zu machen. Das Motto lautete „Anpfiff für das Recht auf Spiel“. Denn heute ist „Welttag gegen Kinderarbeit“. Mit dabei waren auch das Schalker Gymnasium in Gelsenkirchen und die Realschule Heiligenhaus. Sie hatten Sponsorenläufe organisiert und Geld bei einer Tombola gesammelt. Die Moderatorin Shary Reeves lobte die Kinder für diese Aktionen. Ihr kennt sie vielleicht aus der Sendung „Wissen macht Ah!“. Sie ist aber auch Botschafterin für die Kindernothilfe. „Es ist bewundernswert, dass ihr so aktiv seid“, sagte Shary Reeves.

Mit den Spenden kauft die Kindernothilfe Bücher und Schuluniformen für die Kinder, damit sie in die Schule gehen können. Außerdem bekommen sie in Kursen erklärt, wie sie sich für ihre Kinderrechte stark machen können.

So könnt ihr mitmachen:

Wenn du oder deine Klasse etwas gegen Kinderarbeit in Peru tun wollen, solltet ihr euch bis zum 31. Juli unter www.actionkidz.de anmelden. Spenden sammeln könnt ihr beim Kuchenverkauf oder einem Sponsorenlauf. Die Aktionen dürft ihr selbst wählen. Es gibt verschiedene Preise zu gewinnen: zum Beispiel ein Treffen mit Culcha Candela.

EURE FAVORITEN