Hoffen auf Hilfe im Jemen

Das Foto zeigt Menschen an einer Straße, auf der ein Panzer fährt in der Aden im  Jemen.
Das Foto zeigt Menschen an einer Straße, auf der ein Panzer fährt in der Aden im Jemen.
Foto: dpa
In dem Land auf der Arabischen Halbinsel gibt es schon lange Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen. Für die Menschen, die dort leben, ist das schlimm.

Zerstörte Häuser und Panzer in den Straßen. Solche Bilder erreichen uns aus dem Jemen. Das Land liegt auf der Arabischen Halbinsel, ganz im Süden. Dort gibt es seit mehreren Jahren Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen.

Eine Gruppe sind die Huthis. Sie waren unzufrieden mit der Regierung und fühlten sich benachteiligt, erklärt die Jemen-Expertin Marie-Christine Heinze. Die Huthis versuchen, mit Gewalt die Macht im Land zu erlangen. Sie kämpfen gegen andere, die ihren Erfolg verhindern wollen. Zum Teil sind das auch Anhänger des Präsidenten. Er war vor Kurzem aus dem Land geflohen. Seit einigen Wochen mischt sich das Nachbarland Saudi-Arabien ein. Es schickt Flugzeuge, die Bomben abwerfen.

Schulen wurden geschlossen

Für die Menschen im Jemen ist das alles schlimm. „Die Kämpfe finden häufig in Wohngebieten statt, dort wo Menschen leben“, sagt Rudi Tarneden von der Hilfsorganisation Unicef. Viele Unschuldige sind schon gestorben. Außerdem sind an vielen Orten die Stromversorgung und die Wasserversorgung zerstört. Wegen der Kämpfe wurden auch viele Schulen geschlossen.

Dazu kommt: Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. „Das Land war schon immer abhängig von Waren aus anderen Ländern“, sagt Marie-Christine Heinze. „Es produziert nicht genug, um die Bevölkerung zu versorgen.“ Die Kämpfe verhindern jetzt, dass genug Hilfe ins Land kommt. „Es gibt nicht genug Nahrung und Benzin. Außerdem geht die Medizin aus.“

In den letzten Tagen haben einige Flugzeuge mit Hilfsgütern den Jemen erreicht. Dabei waren Medikamente, Spritzen, Verbandszeug und Geräte, mit denen die Menschen mit Wasser versorgt werden können.

Mehr Infos über den Jemen:

Die Region war früher sehr wohlhabend. Es war ein wichtiger Ort für den Handel zwischen Indien, Ostafrika und den Ländern am Mittelmeer. Auf den Rücken von Dromedaren wurden kostbare Güter wie Weihrauch und Myrrhe, Gewürze und Stoffe transportiert.

Das ist lange her. Der Jemen ist heute nicht mehr wohlhabend. Er gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Dort gibt es viele Gruppen mit eigenen Herrschern. Immer wieder kommt es zu Gewalt.

Die Landschaft im Jemen ist sehr abwechslungsreich. Zum Beispiel ragen hohe Berge in die Höhe. „Es gibt große Wüsten im Osten, dazwischen liegen Oasen“, erzählt eine Expertin. An den Küsten leben viele Menschen vom Fischfang.

Die Hauptstadt des Jemen ist Sanaa. Sie ist berühmt für ihre schöne Altstadt. Dort stehen sehr alte Häuser aus Lehm.

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