Generaldebatte: Politiker im Bundestag teilen kräftig aus

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Mittwoch ordentlich was anhören müssen. Bei der Generaldebatte im Bundestag haben etliche Politiker gesagt, was ihrer Meinung nach in Deutschland schlecht läuft.

Berlin (dapd-kid). Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Mittwoch ordentlich was anhören müssen. Bei der Generaldebatte im Bundestag haben etliche Politiker gesagt, was ihrer Meinung nach in Deutschland schlecht läuft.

Die Politiker haben sich in Berlin im Reichstagsgebäude getroffen. Dort arbeitet der Bundestag. Der Bundestag ist das Parlament von Deutschland. Dort wird über Gesetze abgestimmt, die für alle im Land gelten sollen. Kommen die Politiker im Bundestag zur sogenannten Generaldebatte zusammen, dann rechnen die Parteien miteinander ab. Sie sagen einander, was sie am anderen schlecht finden und was in Deutschland besser laufen könnte. Sie kritisieren die Regierung. Angela Merkel ist die Chefin der Regierung. Sie hat ihre Arbeit am Mittwoch verteidigt und ebenfalls ausgeteilt.

Die deutsche Regierung besteht derzeit aus den Parteien CDU, CSU und FDP. Neben den drei Parteien sind die SPD und die Grünen im Parlament. Auch die Linke ist dort vertreten. Parteien, die nicht in der Regierung sind, gehören zur Opposition. Das lateinische Wort heißt so viel wie "entgegenstellen" oder "im Widerspruch zur Mehrheit stehen". In der Opposition haben Parteien eine wichtige Aufgabe. Sie müssen aufpassen, dass die Regierung bei ihrer Arbeit die Gesetze einhält. Die Opposition streitet mit den Parteien der Regierung und sagt, was ihrer Meinung nach besser gemacht werden müsste. Die Generaldebatte nutzt sie dafür besonders.

Oppositionspolitiker haben der Regierung am Mittwoch zum Beispiel vorgeworfen, dass sie sich nicht um große Probleme der Menschen kümmert. Viele werden für ihre Arbeit schlecht bezahlt, Frauen verdienen weniger als Männer, oder der Strom wird immer teurer. Auch die Energiewende läuft nicht gut genug, sagte beispielsweise Peer Steinbrück von der SPD. Mit Energiewende ist gemeint, dass Deutschland seinen Strom künftig nicht mehr mit Atomkraftwerken erzeugen will. Die Anlagen sollen in einigen Jahren abgeschaltet werden, denn sie können Menschen bei einer Panne gefährlich werden. Künftig soll der Strom noch stärker mit Windrädern oder der Sonne gewonnen werden. Die Menschen sprechen dabei von Erneuerbaren Energien.

Peer Steinbrück ist für die Partei SPD ein wichtiger Mann. Denn im kommenden Jahr will er gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel antreten. Er will bei der Bundestagswahl mit der SPD so gut abschneiden, dass er selbst Regierungschef von Deutschland werden kann.

dapd

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