Fischer dürfen Beifang nicht mehr ins Meer werfen

Kabeljau, Seelachs, oder Hering: Wenn diese Fische in der Nordsee oder der Ostsee gefangen werden, landen oft auch andere Arten im Netz. Solche irrtümlich gefangenen Fische werden Beifang genannt. Dieser Beifang darf bald nicht mehr zurück ins Meer geworfen werden. Das haben die Fischereiminister der Europäischen Union (abgekürzt: EU) beschlossen.

Brüssel (dapd-kid). Kabeljau, Seelachs, oder Hering: Wenn diese Fische in der Nordsee oder der Ostsee gefangen werden, landen oft auch andere Arten im Netz. Solche irrtümlich gefangenen Fische werden Beifang genannt. Dieser Beifang darf bald nicht mehr zurück ins Meer geworfen werden. Das haben die Fischereiminister der Europäischen Union (abgekürzt: EU) beschlossen.

In der Europäischen Union arbeiten 27 Länder zusammen. Deutschland gehört auch dazu. In Deutschland ist Ilse Aigner für Fischerei zuständig. Die Politikerin gehört der Partei CSU an. Als Landwirtschaftsministerin kümmert sie sich um alles, was mit Ernährung zu tun hat.

Ilse Aigner sagte, dass das eine ganz wichtige Entscheidung war. Denn nur wenn die Fischer alle Fische mit an Land bringen, können Fachleute sehen, wie einzelne Arten sich entwickeln. Sie können dann besser empfehlen, wie viel von der einen oder anderen Sorte gefangen werden sollte. So soll verhindert werden, dass bestimmte Fischarten aussterben.

Bislang wird der Beifang einfach zurück ins Wasser geworfen. Doch die meisten Fische sind dann tot. Jeder vierte gefangene Fisch landet wieder im Wasser, wo er niemandem etwas nützt. Das soll aber künftig verboten sein. In der Ostsee soll das Verbot ab 2015 gelten, in der Nordsee ab 2016. Es gilt erst einmal für einzelne Fischarten und bestimmte Fanggebiete, außerdem soll es Ausnahmen geben. Diesem Beschluss der europäischen Minister muss das Parlament der Europäischen Union noch zustimmen.

dapd

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