Auch gute Schüler brauchen besondere Hilfen

Vermutlich gibt es ihn auch in deiner Klasse: den Überflieger, der fast immer zu den Besten gehört. Ein echtes Super-Hirn, dem keine Aufgabe zu schwer ist.

Denn in fast jeder Klasse gibt es Schüler, die besser abschneiden als die meisten anderen. Und oft gibt es Schüler, die schlechter abschneiden als der Rest der Klasse. Diese Schüler bekommen oft besonderen Förderunterricht, damit sie aufholen können.

Und die besseren? Die werden oft nicht genug gefördert, sagen viele Fachleute. Das soll sich nun ändern. Politiker haben beschlossen, in den nächsten Jahren viel Geld für die Förderung von Hochbegabten an Schulen auszugeben. Das sagten sie am Montag in Berlin.

Wer hochbegabt ist und wer nicht, ist gar nicht so einfach zu sagen. "Es gibt hochbegabte Kinder, die gar keine besonders guten Noten haben", erklärt Thomas Lachmann. "Und umgekehrt ist nicht jedes Kind mit guten Noten hochbegabt." Um herauszufinden, wer besonders gefördert werden sollte, müssen also die Lehrer genau hingucken.

Und wie fördert man die Überflieger? Schwierige Frage. "Es reicht auf jeden Fall nicht, den Kindern einfach mehr oder schwierigere Aufgaben zu geben", sagt Thomas Lachmann. "Man muss ihre Besonderheiten erkennen und die dann fördern."

Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es für Hochbegabte zum Beispiel schon seit Langem den Entdeckertag. Einmal die Woche gehen die Schüler nicht in den normalen Unterricht, sondern beschäftigen sich mit besonderen Themen. Sie besuchen zum Beispiel eine Universität oder machen schwierigere Experimente.

In dem neuen Programm, das jetzt vorgestellt wurde, bekommen 300 Schulen erst mal fünf Jahre lang Geld, um unterschiedliche Ideen auszuprobieren. Die besten Ideen sollen dann auch andere Schulen übernehmen.

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